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* In Ergnzung zum Handbuch befinden sich in dieser Datei einige wichtige    *
* Hinweise zu DISKUS V3.32 und HDDRIVER V4.50. Bitte lesen Sie diesen Text   *
* sorgfltig durch.                                                          *
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1. Allgemeines
2. Das Bootprogramm NOBOOT
3. Interne Konfigurationsvariablen
4. Nicht blockierende DMA-Transfers unter MagiC 3
5. nderungen seit DISKUS 3.30
6. Hinweise zu HDDRIVER 4.5

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1. Allgemeines

Probieren Sie vor der Benutzung von im Schnellade-Format formatierten
Disketten zu Backup-Zwecken aus, ob sich das Schnellade-Format auf Ihrem
System fehlerfrei nutzen lt.

Beim Zurckschreiben von Clustern, beispielsweise nach dem Suchen innerhalb
einer Datei, mu stets der komplette CLUSTER geschrieben werden, also nicht
nur der SEKTOR, der sich gerade in der Anzeige befindet.

Der XBIOS-Aufruf FLOPRATE ist in TOS 4.01 und 4.02 fehlerhaft, so da sich
innerhalb der Floppy-Einstellungen keine dauerhaften Parameter fr die
Steprate von Floppy B: setzen lassen. In TOS 4.04 scheint dieser Fehler
behoben zu sein.

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2. Das Bootprogramm NOBOOT

Der Festplattentreiber wird bei bootfhigen Platten von Programmen
nachgeladen, die sich im Root- und Bootsektor der Platte befinden. Ist das
Programm im Rootsektor fehlerhaft, kann dies zur Folge haben, da der Atari
beim Booten abstrzt und man keine Mglichkeit mehr hat, ins Desktop zu
gelangen.
Abhilfe schafft ein Programm im Bootsektor einer Diskette, das das Booten von
Platte unterbindet. Die Datei NOBOOT.BOT stellt ein solches Programm dar. Es
kann mit der Option "Bootprogramm installieren" unter "Bootsektor" im "Disk"-
Men auf den Bootsektor einer Diskette geschrieben werden. Liegt eine solche
Diskette beim Systemstart in Floppy A, gelangt man auf Wunsch ohne einen
Festplattenzugriff direkt auf den Desktop.
Bitte informieren Sie sich vor der Benutzung von NOBOOT im DISKUS-Handbuch
ber die Funktion "Bootprogramm installieren".
Achtung: Ein Fehler im Betriebssystem des TT sorgt dafr, da der Bootsektor
einer DD-Diskette beim Vorhandensein einer externen Floppy nicht ausgefhrt
wird. Eventuell mu kurzzeitig die externe Floppy ausgeschaltet werden.

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3. Interne Konfigurationsvariablen

Einigen DISKUS-Kunden wurden zur Lsung spezieller Probleme, die auf Fehlern
in ihrer Hardware beruhten, die Lage und Bedeutung interner, nicht
dokumentierter Konfigurationsvariablen in DISKUS und HDDRIVER mitgeteilt.
Hier gab es einige nderungen, so da DISKUS und HDDRIVER nicht mehr an den
bisherigen Stellen gepatcht werden drfen. Wer diese Patchvariablen weiterhin
einsetzen mu, wendet sich deswegen bitte an CCD oder direkt an mich.

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4. Nicht blockierende DMA-Transfers unter MagiC 3

Dieser bertragungsmodus darf nur dann benutzt werden, wenn wirklich alle
DMA-Treiber (also insbesondere Treiber fr Festplatte, CD-ROM, Streamer,
Scanner) in einem System diesen Modus untersttzen.
Auf manchen Systemen erhlt man beim Booten die Meldung "Fehler bei der
Speicheranforderung", die vom Kontrollfeld XCONTROL stammt. Die Folge ist,
da das Kontrollfeld keine CPXe ldt. Mglicherweise beklagen sich auch
andere Programme whrend des Bootens ber mangelnden Speicher oder es gibt
anderer unerklrliche Effekte.
Diese Symptome lassen sich darauf zurckfhren, da einige Programme in der
Bootphase den kompletten Systemspeicher belegen und damit kein Speicher mehr
fr die nachfolgenden Programme vorhanden ist, die durch die nicht
blockierenden Transfers und das premptive Multitasking parallel gestartet
werden.
Abhilfe ist dadurch mglich, da die Zeile mit dem Schlsselwort "TSL" aus
der Datei MAGX.INF entfernt wird. Das premptive Multitasking wird nun erst
nach dem Abarbeiten des AUTO-Ordners aktiviert, genauer gesagt nach dem
Starten von XCONTROL durch das TSLICE-CPX aus dem Lieferumfang von MagiC.
Auf einigen STs scheint es Fehler bei der gleichzeitigen Benutzung des
Hintergrundtransfers und des WBDAEMON von MagiC 3 zu geben. Daher sollte
hier bis auf weiteres nicht beides gleichzeitig aktiviert werden.

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5. nderungen seit DISKUS 3.30

- Korrektur der Funktion "Hardisk-Information".
- berarbeitete IDE-Routinen.

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6. Hinweise zu HDDRIVER 4.5

Bezglich HDDRIVER 4.5 gibt es bezogen auf die im DISKUS-Handbuch
beschriebene Version 4.1 einige Erweiterungen.
HDDRIVER untersttzt nun spezielle Mglichkeiten ICD-kompatibler Host-
adapter am ST/STE. So lassen sich beispielsweise Platten > 1 GByte am
ACSI-Bus in ihrer vollen Kapazitt nutzen. Selektieren Sie in HDDRUTIL
bei den allgemeinen Einstellungen den Button "ICD-Adapter", wenn sie einen
voll ICD-kompatiblen Hostadapter (Original-ICD oder H&S Link II) besitzen.
Fr Root- und Bootsektoren stellt HDDRIVER einen gesonderten Schreibschutz
bereit. Normalerweise ist es nur bei der Installation eines neuen Fest-
plattentreibers oder beim Partitionieren einer Platte erforderlich, da
diese Sektoren verndert werden. In allen anderen Fllen liegt mglicher-
weise ein Fehler vor, der zu Datenverlusten fhren kann. Es ist daher
empfehlenswert, den Schreibschutz fr Root- und Bootsektoren grundstzlich
zu aktivieren, um maximale Sicherheit vor unbeabsichtigten nderungen auf
diesen Sektoren zu haben.
Das HDDRCONF.CPX besitzt nun zwei verschiedene Modi, nmlich "Schreibschutz"
und "Allgemeines". Konfigurieren lassen sich die Schreibschutz-Einstellungen
sowie die Optionen "MagiC 3 DMA" und "SCSI-Verify". Das Verify ist nur bei
Platten am SCSI-Bus von TT oder Falcon sowie bei STs mit ICD-kompatiblem
Hostadapter mglich.
Die Einstellungen fr Wechselmedien erfolgen nicht mehr im Dialog
"Allgemeines", sondern haben einen eigenen Menpunkt "Wechselmedien"
erhalten.
Werden in Verbindung mit der von HDDRIVER optional untersttzten Bus-
Arbitrierung mehrere Computer an einer gemeinsamen Festplatte betrieben,
kann es erforderlich sein, da von jedem Computer ein anderes Bootlaufwerk
benutzt wird. Daher lt sich mit HDDRUTIL unter "Bootparameter" einstellen,
ob das Bootlaufwerk in Abhngigkeit von der SCSI-ID des bootenden Computers
gewhlt werden soll.

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Mein besonderer Dank gilt Ralf Biedermann, dem Autor des Programms TCache,
sowie Jan Starzynski, der das CPX-Modul zu TCache geschrieben hat.
TCache wurde ber einen lngeren Zeitraum hinsichtlich der Vertrglichkeit
mit DISKUS und HDDRIVER getestet, ohne da irgendwelche Probleme aufgetreten
wren. Es ist lediglich darauf zu achten, da ohne Schreibcache gearbeitet
werden mu, wenn der DISKUS-interne Treiber aktiviert wird. Ohnehin ist ein
Schreibcache prinzipiell mit Vorsicht zu genieen. Bitte studieren Sie hierzu
die Anleitung zu TCache. Fragen zu TCache und dem zugehrigen CPX richten Sie
bitte direkt an die Autoren.
TCache luft in der bisherigen Version brigens noch nicht unter MagiC 3.0,
eine neue Version ist aber bereits im Betatest und drfte in Krze zur
Verfgung stehen.

Besten Dank auch an Harun Scheutzow, der sich die Mhe gemacht hat, mit
FLOP_FIX einen Patch zu entwickeln, der Fehler in den Floppy-Routinen einiger
TOS-Versionen beseitigt.

Das Programmpaket ENVIRO.ACC/PRG zum Setzen der Environment-Variablen stammt
von Pascal Fellerich.

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Bedanken mchte ich mich bei allen, die zum Auffinden von Fehlern beigetragen
und mir Anregungen zur Erweiterung der Programmfunktionen geliefert haben,
besonders bei Jens Fellmuth fr seine ntzlichen Hinweise zur Verbesserung der
Untersttzung von IDE-Festplatten.
Auch in Zukunft ist konstruktive Kritik am Programm und am Handbuch unbedingt
erwnscht. Sofern Sie Zugang zum MausNet oder Internet haben, nutzen Sie
dies, um mich bei speziellen Fragen direkt zu erreichen. Meine email-Adresse
finden Sie im Handbuch.

        Uwe Seimet, 19. Oktober 1995