Anleitung zu HPACK LITE - Ein Hochleistungs-Dateikomprimierer.

Programm entwickelt von Peter Gutmann.
(c) 1989-1992 Peter Gutmann.

Diese (abgemagerte) Atari Version von Martin Braschler.

0. Einleitung
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Was ein Packer (oder eben Komprimierer) ist, sollte heutzutage hin-
lnglich bekannt sein. Trotzdem ein ganz kurzer Abriss: Mit so einem
Komprimierer kann man eine grosse Anzahl von Dateien (theoretisch
beliebig viele) in ihrer Lnge verkrzen und in eine einzige grosse
Datei speichern.
Der Grund das zu tun ist, dass so bei der Weitergabe erstens keine
Dateien verloren gehen, und das zweitens durch die (erhebliche) Ver-
krzung Platz auf dem Speichermedium gespart wird. Auch wenn man
Daten per Modem durch die Telefonleitung bertrgt, freut sich die
Telefonrechnung (und der sie bekommt), ber die Zeitersparnis.

HPACK LITE ist als spezialisierter Packer zu verstehen. Er steht damit
nicht in Konkurrenz zu den etablierten Packern (wie LHarc oder ZIP),
wenigstens nicht in der vorliegenden Atari Version. Die meisten Kon-
kurrenzpacker wurden ganz bewusst als Universalpacker entwickelt, die
sich fr den Einsatz im tglichen Leben bestens eignen.
HPACK LITE fllt da aus, da es schlicht zu langsam ist. Das liegt einer-
seits an dem angewandten Verfahren und andererseits (es muss gesagt
werden) schlicht am Unvermgen des Programmierers dieser Atari Version,
wegen der Sie auch nur eine abgemagerte Version vorliegen haben: Einer-
seits habe ich momentan einfach zu wenig Zeit, um stundenweise Arbeit
in HPACK zu stecken, andererseits bin ich auch kein "Assembler-Wizard",
so dass die (De-)Kompressionsroutinen noch in C sind. Wer Lust hat,
sich an ihnen zu versuchen, soll sich doch ruhig mal melden..

Andererseits ist HPACK gnadenlos auf mglichst gute Kompressionsresultate
ausgelegt. Vergleiche hinken immer, und die Resultate fallen auch sehr
unterschiedlich aus, es kann aber gesagt werden, dass wenn die Lnge des
Archivs im Vordergrund steht, HPACK auf dem Atari nicht bersehen werden
sollte. (Sie wissen ja: man darf ja nicht sagen, dass das eine Programm
b***** ist als ein anderes, da die unlautere etc. etc.)
Da liegt auch der Anwendungspunkt dieser Version: Ich sehe HPACK LITE
vor allem als Packer fr Programmpakete in Mailboxen, die einmal gepackt
werden und dann (nach dem Download) einmal entpackt werden. Da kommt es
nicht so auf Geschwindigkeit an, wohl aber auf die Lnge.

Doch gehen wir "in medias res":

1. Anwendung
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HPACK LITE ist keine vollwertige Umsetzung von HPACK. Es beinhaltet nur
Einpacken, Auspacken, Testen und Auflisten.

HPACK LITE ist ein sogenanntes TTP. Nach einem Doppelklick auf das Symbol
im Desktop erscheint eine Eingabebox, wo Sie die Werte gemss nachstehender
Anleitung eintragen sollten.
In diesem Zusammenhang sollte erwhnt werden, dass das alles sehr viel
komfortabler geht mit CALL_TTP 3.5, auch einem Programm von mir, dass ich
Ihnen in hiermit ans Herz legen will.

Es gibt brigens zwei Version von HPACK LITE, eine fr alle Ataris mit
680x0-Prozessor, eine nur fr solche mit 68030 oder hher. Benutzen Sie
die allgemeine Version auf einer schnellen Version, so werden Sie ange-
motzt, doch die schnellere Version zu verwenden. So ist das also: Da
hat man schon einen langsamen Rechner, und muss dann auch noch die
langsame Version verwenden. Whrend die mit einem TT... Jaja, wer hat,
dem wird gegeben..
Beide Versionen sind mit Pure C compiliert, anschliessend wurden sie
(wie es sich fr einen Packer gehrt) noch mit Pack-Ice 2.4 gepackt.

Einpacken:
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Das Kommando zum Einpacken ist "a". Darauf folgt der Name des Archivs,
gefolgt von den Namen der zu packenden Dateien. Das sieht dann so aus

[Aufruf von HPACK, Eingabe von:] a test datei1.txt program1.prg

Damit werden die beiden Dateien "datei1.txt" und "program1.prg" in
ein Archiv mit Namen "test.hpk" gepackt. Die Endung ".hpk" hngt HPACK
LITE selbststndig an.

Sie knnen auch sogenannte "Dateiersatzzeichen", oder Neudeutsch: "Wild-
cards", verwenden. Also steht "datei?.txt" z. B. fr datei1.txt, datei2.txt,
dateia.txt usw. "da*.txt" steht dann fr datei.txt, david.txt, dame.txt
oder hnliches.
HPACK LITE besitzt ein komplettes Unix-Wildcardhandling, d.h. um alle
Dateien auszuwhlen benutzt man "*" und NICHT "*.*".

Wollen Sie ganze Dateibume samt Ordnern einpacken, so mssen Sie denn
Schalter fr rekursives Packen setzen. Das sieht dann so aus:

a -r test f:/ordner/*

Zu beachten: HPACK LITE verwendet im Unix-Stil "/" als Trenner fr
Ordnernamen, und NICHT "\".

Ein weiterer Leckerbissen ist die "unified compression", zu Deutsch etwa
"Blockkomprimierung". Damit verwendet HPACK jeweils das Resultat der
vorhergehenden Datei fr die Komprimierung der nchsten.
Komprimiert man viele hnliche Daten (20 Texte, 30 Quelltexte, 10 Drucker-
treiber oder was auch immer), knnen so unglaubliche Kompressionsraten
erziehlt werden.
Nicht immer aber muss das Resultat besser sein. Sind die Daten sehr unter-
schiedlich, so kann das Archiv lnger werden. Das wird sich evtl. noch
ndern, ein Vorschlag diesbezglich von mir habe ich dem Originalautor
gemeldet.
Will man ein Programmpaket in eine Mailbox uploaden, so lohnt es sich
unbedingt, beide Varianten (einmal mit, einmal ohne "unified") zu testen,
und das krzere Archiv weiterzugeben. Die Downloader werden's danken,
und die Telekom rgert sich erst noch (wenn's das nicht wert ist..).

Eingeschaltet wird die "unified compression" mit dem Schalter -u.

Also: a -u [-r] test datei.txt ordner/*...

Als letzte Mglichkeit knnen Sie das Archiv auch verschlsseln. Geben
Sie dazu den Schalter -c an. Nach dem Start fragt HPACK LITE Sie dann
automatisch nach einem Passwort.

Beispiel: a -c test datei.txt

HPACK wartet grundstzlich nicht auf einen Tastendruck, bevor es zum
Desktop zurckkehrt. Der Schalter -h verhindert sofortiges Beenden des
Programmes.

Entpacken
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Das Entpacken geschieht mit dem Kommando "x". HPACK LITE erkennt auto-
matisch, ob die Daten mit oder ohne "unified compression" gespeichert
waren, genauso ist es mit der Verschlsselung, so dass Sie gegebenen-
falls automatisch nach dem Passwort gefragt werden.
Wollen Sie aber die Ordnerstruktur wiederherstellen, so mssen Sie
hingegen den "-r"-Schalter setzen.

Also: x [-r] test [dateien..]

Durch die Angabe irgendwelcher Dateinamen hinter dem Archivnamen knnen
Sie ein Archiv auch nur teilweise entpacken.
Bitte beachten Sie, dass wenn Sie in einem "unified compression"-Archiv
die 30. von 40 Dateien entpacken, alle 29 Dateien vorher auch bearbeitet
werden mssen (sie werden aber selbstverstndlich nicht geschrieben).
Das ist der Preis fr die hohe Kompressionsrate, denn schliesslich hngt
dann ja jede Datei von den vorhergehenden ab. Das ist aber nicht tragisch,
denn in fast allen Fllen wird das Archiv ja komplett entpackt (gerade
nach einem Download).

Testen
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Ist das Gleiche wie entpacken, mit dem Unterschied, dass die Daten 
nirgendwohin geschrieben werden. HPACK LITE bildet aber beim Einpacken
fr jede Datei eine Prfsumme, die nun getestet wird. Ntzlich ist dies,
um zu prfen, ob denn auch alles korrekt gepackt ist, bevor die Datei
weltweit verteilt wird.

Benutzt wird dies: t [-r] test [dateien..]

Also analog zum Auspacken.

Listen
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Auf Wunsch zeigt HPACK LITE eine Liste aller im Archiv enthaltenen Dateien.
Das Kommando hierfr ist "v". Wollen Sie auch Unterordner auflisten,
so setzen Sie noch "-r". Das Auflisten kann auch auf einzelne Dateien
begrenzt werden:

Also: v [-r] test [dateien..]

2. Beschrnkungen und Fehler
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Erstens: Dies ist keine komplette Version von HPACK. Wenn Sie einen Blick
in die (englische) Originaldokumentation werfen (beigelegt), so sehen Sie,
dass HPACK sehr umfangreich ist. Fr das Fertigstellen einer Vollversion
fehlt mir momentan die Zeit. Ich hoffe aber, eine solche irgendwann noch
nachschieben zu knnen.

Zweitens: Das Programm hat einen kleinen Fehler bei der Anzeige des Pack-
fortschrittes (bei den "o"'s): Wird eine sehr lange Datei gepackt, er-
scheinen die "o"'s um ein paar Zeichen nach links versetzt. Das ist un-
schn, aber nicht tragisch. Der Fehler muss in den HPACK-eigenen Ausgabe-
routinen liegen. Ich suche danach.

Drittens: Geben Sie beim Entpacken (oder Testen oder Listen) ein falsches
Passwort ein, so erscheinen zwei Bomben. Das ist leider nur sehr schwer
zu vermeiden, da HPACK ja logischerweise das Passwort nirgends speichert,
und also munter drauflos entschlsselt. Beim falschen Passwort passiert
da gar seltsames. Das ist aber nicht tragisch, Sie knnen HPACK einfach
gleich wieder starten (wenn Sie CALL_TTP im "Resident"-Modus haben,
gengt gar ein "Return"), und dann das Passwort korrekt eingeben. Ich
versuche Abhilfe zu finden.

Finden Sie darber hinausgehende Fehler/Probleme, so bitte ich um eine
Nachricht (Adressen siehe unten). Zu einer Fehlerbeschreibung gehrt:
Ihre Ausrstung (Computer, Monitor..), alle residenten Programme, das
Kommando, dass den Fehler ausgelst hat, so wie sonstige Hilfsmittel,
die sie vielleicht zur Verfgung stellen knnen.

4. Rechtliches
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Gleich vorneweg:

Weder der Autor des Originalprogrammes (Peter Gutmann), noch der Autor
dieser Atari Version (Martin Braschler), bernehmen irgendwelche Ver-
antwortung fr das korrekte Funktionieren dieses Programmes oder fr
Schden, die durch die Verwendung des Programmes entstehen. Es besteht
kein Anspruch auf Ersatz der Schden oder Nachbesserung des Programmes.

HPACK LITE darf nur komplett weitergegeben werden. Der Lieferumfang
betrgt:

DOCUMENT/HPACK.DOC
DOCUMENT/README.1ST
DOCUMENT/REGISTER.DOC
HP_LITE.TTP
HP_L030.TTP
LIESMICH.TXT
README.TEXT

Dann: HPACK ist Shareware!

Allerdings wird das SEHR lax gehandhabt. Das heisst: Sie DRFEN HPACK
OHNE Registrierung verwenden. Sollten Sie es aber sehr oft verwenden,
oder gar geschftlich einsetzen, so sind sie angehalten dem Original-
autor (Peter Gutmann) eine Entschdigung zukommen zu lassen. Sehen Sie
dazu in die Datei REGISTER.DOC im Ordner DOCUMENT.  Fr private Be-
nutzung ist HPACK also frei, viel Spass damit.

HPACK LITE, die Atari Version, ist Pseudo-Messageware. D.h., wenn Sie
es benutzen, sollten Sie mir eine Nachricht zulassen kommen. Das ist,
wie auch die Registrierung, freiwillig, ich hoffe aber, dass sich dazu
JEDER aufraffen kann.

Sie knnen mir eine EMail senden an:

faramir@ezinfo.vmsmail.ethz.ch (auf dem Internet), oder
Martin Braschler @ FR (auf dem MausNET).

Ein Gateway zu einer dieser beiden Adressen sollte es wohl von berall
her geben.

Sonst freu ich mich auch ber Postkarten/Briefe.

Beachten Sie: Ich versuche alle Nachrichten (so gewnscht) zu beantworten.
Sollten Sie keine Antwort bekommen, so ist vielleicht Ihre oder meine
Mail stecken geblieben, oder ich bin im Urlaub oder oder. Schicken Sie
doch einfach nochmals eine Mail, bevor Sie mich gleich verwnschen. Wer
auf einen Brief eine Antwort mchte, muss aber Rckumschlag und Rck-
porto (evtl. internationale Antwortscheine) beilegen. Sonst gibt's nichts.

So, noch die Postadresse:

Martin Braschler
Brunngasse 16
CH-4124 Schnenbuch
Schweiz.

Viel Spass mit HPACK LITE!!
