Atari wird Unix kompatibel! 
Folgender Bericht ist eine Zusammenfassung eines englischen 
Textes aus der "PD-Shuttle" in Bayreuth, erreichbar 
unter der Nummer 0921/67170. Verbindung bis 2400 Baud, 8N1. 

Fr den Atari ST ist jetzt in Deutschland ein neues Betriebsystem 
erhltlich! Es nennt sich MINIX und ist zu dem V7 UNIX System 
kompatibel. Auch wird es spter fr andere Rechner mit der 68000 
CPU verfgbar sein.  
Wenn MINIX auf dem Atari gestartet wird, vertauscht es das 
Originalbetriebsystem (TOS) mit einem normalen UNIX System.
MINIX luft seit ber zwei Jahren auf dem IBM PC,XT,AT und auch 
dem 386s. Diese IBM Version ist weltweit verbreitet. Das Original 
wurde von Andrew S. Tanenbaum erstellt, die Atari Anpassungen von 
Johan Stevenson und Jost Muller.  
Das MINIX Betriebsystem ist kompatibel zu dem V7 UNIX System, es 
beinhaltet einen C-Compiler, Shell und einen Bildschirm Editor.
Das MINIX System kann TOS Disketten lesen (und schreiben) und 
arbeitet auch auf Systemen, die nur ber eine Diskettenstation 
verfgen. Auch Harddisk-Benutzer werden von MINIX untersttzt.
Leider beinhaltet der Lieferumfang nur ein kleines Heft, das den 
User beim Booten seines Systems behilflich ist, und die 
Unterschiede zu der IBM Version darlegt. 
Im Buchhandel ist aber eine Dokumentation erhltlich, die ca. 500 
Seiten umfat. Leider ist diese auf Englisch, soll aber gerade 
ins Deutsche bersetzt werden.  
Titel: Operating Systems: Design and Implementation 
Autor: Andrew S. Tanenbaum  
Druck: Prentice-Hall, Englewood Cliffs, NJ 07632  
Jahr: 1987  
ISBN: 0-13-637331-3 ( Taschenbuch Version auerhalb der USA )  
 
Die Atari Version von MINIX kostet in den USA ca. 80 Dollar, in 
Europa soll sie fr 110.40 Dollar verfgbar sein.  
Bezugsadresse in Deutschland:  
Steve Steinkrauf  
Feldtorweg 24  
3406 Bovenden 1  

Jetzt auch deutsche Mailboxen vernetzt!  
  
Diese Nachricht ist aus dem SKY-NET in Nrnberg: Tel.: 
0911/869337 - 2400 Baud 8N1, oder 0911/869338 - 1200 Baud 8N1.  
Endlich werden auch in Deutschland die Mailboxen vernetzt. Das 
UUCP Netz, eines der meist verbreiteten Netze, will ich hier kurz 
vorstellen:  
Das UUCP (Unix to Unix Copy) wurde Ende der 70ger Jahre von 
AT&T fr eigene Zwecke erstellt. Es sollte im wesentlichen vier 
Kriterien erfllen: Preiswerten Datenaustausch, ber DatexP und 
ber Telefon verfgbar (mit modernen Modems auch mit 9600 Baud), 
Funktionssicherheit und Sicherheit gegen Einbrche.  
Das interessanteste an UUCP ist ein Newsdienst - USENET, das pro 
Tag ber 1 MB neue Nachrichten enthlt. Dieser Newsdienst ist auf 
verschiedene Rechner verteilt.  
Zur Zeit existieren in Europa ca. 120 Hosts mit einem eigenen 
News-System (bis jetzt in Deutschland, Italien und in der 
Schweiz).  
Weltweit sind an das UUCP Netz ungefhr 10.000 Rechner und 
Mailboxen angeschlossen. ber 1.000.000 User sind von jeder 
beteiligten Box aus durch mehr als 400 verschiedene 
Nachrichtenbretter erreichbar.  
 
Und noch eine Nachricht aus dem SKY-NET in Nrnberg: 
Fr Funkamateure gibt es jetzt auch in Deutschland eine neue Art 
der Datenbertragung: "Packet Radio" (PR) ist eine digitale 
Nachrichtenbertragungsart mit dem Funkgert. Das Prinzip ist 
hnlich dem der Datenbertragung per Telefon, nur bentigt man 
statt des Modems ein TNC (Terminal Node Controller), der die 
Daten sammelt und packetweise sendet, so da ein  Kanal von 
mehreren Funkern gleichzeitig benutzt werden kann. Da dies fr 
die DBP noch Neuland ist, wurde den Funkern sogar die Freiheit 
eingerumt, die Frequenzverteilung und das Genehmigen von 
Digipeatern (Das sind PR-Netzknoten, die empfangene Daten 
zwischenspeichern und weiterleiten.) selbststndig durchzufhren.
Das Netz der Funkamateure wchst und wchst. So ist das 
Verschicken einer Nachricht von Hamburg nach sterreich kein 
Problem mehr, und das alles ohne Telefonkosten!. Auch berichtet 
ein Funker, er habe eine Nachricht aus Sdamerika erhalten: Da 
jede weiterleitende Mailbox einen Kommentar anfgt, kann man den 
Weg leicht nachvollziehen: Von Johannesburg via Satellit nach 
England und durch Skandinavien nach Deutschland - und das 
innerhalb von 10 Tagen (schneller als die Post). 
(M.G.)  

 
  




