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Turbo C 2.0                18.04.1989                    Borland GmbH
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 Kurzbeschreibung des Resource Construction Set von Digital Research
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Was ist das RCS ?
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Das  RCS  ist  ein  Hilfsprogramm  zur  Erstellung von Dialogboxen und
Mens. Diese werden in einer sogenannten Resourcedatei gespeichert und
knnen  von  Ihren  eigenen  Applikationen  mithilfe  der AES-Funktion
"rsrc_load()" zur Laufzeit geladen werden.

Es gibt  aber auch die  Mglichkeit sich das  Resource als C-Quelltext
abspeichern  zu   lassen  und  diesen   in  Ihren  Applikationen   zur
bersetzungszeit mit "#include" einzubinden. In diesem Falle generiert
das   RCS   mehrere   globale   Arrays,   welche   die   TEDINFO-  und
OBJECT-Strukturen  etc.  enthalten.  In   diesen  Arrays  sind  jedoch
Querverweise nicht  als Zeiger gespeichert, wie  sie das AES erwartet,
sondern es wird mittels Index das entsprechende Array referenziert.

In diesem  Falle mssen Sie  vor Verwendung der  Datenstrukturen diese
Indizes durch die geforderten Zeiger ersetzen.

Als weitere  Datei wird Ihnen  vom RCS eine  Headerdatei zur Verfgung
gestellt. In  dieser Datei sind mittels  "#define" die Objektbume und
Objekte,  denen   Sie  einen  Namen   gegeben  haben,  durch   Indizes
referenziert. Sie  brauchen diese Informationen, um  zum Beispiel eine
Dialogbox zeichnen zu lassen.

Genaueres ber die Programmierung  der Mens und Dialogboxen entnehmen
Sie  bitte der  einschlgigen Fachliteratur,  da dies  hier den Rahmen
sprengen wrde.



Bedienung
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Der Menaufbau ist sehr bersichtlich gegliedert. Wer mit anderen GEM-
Applikationen vertraut ist, wird sofort damit zurecht kommen.


Anlegen einer neuen Datei
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Wenn  das RCS  neu gestartet   wurde, erhalten  Sie am  Bildschirm ein
Arbeitsfenster mit dem Namen "UNTITLED.RSC". Sie knnen nun sofort mit
dem Entwurf Ihrer Resourcen beginnen. Speichern knnen Sie diese Datei
nur mit File/Save as..., da Sie zuvor noch keinen Namen hat.

Mit  File/New knnen  Sie die  aktuelle Datei  schlieen und eine neue
Datei anlegen.

Eine bereits bestehende Datei laden Sie mit File/Open...


Festlegen der Ausgabedateien
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Mittels  Global/Output knnen  Sie festlegen  welche Headerdateien Sie
vom  RCS   erzeugen  lassen  wollen.  Sie   knnen  die  Header-  bzw.
Includedateien fr  C, Fortran, Pascal und  Basic erzeugen lassen. Wie
weiter  oben  bereits  erwhnt,  lt   sich  das  Resource  auch  als
C-Quelltext abspeichern ("Source file for resource").


Tools
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Die  Tools (Werkzeuge)  sind in  Ihrem Arbeitsfenster  auf der  linken
Seite dargestellt.  Diese dienen dazu Objekte  in Ihrem Arbeitsfenster
zu modifizieren.

Um  ein  solches  Tool  zu  benutzen  mssen  Sie  ein Objekt in Ihrem
Arbeitsfenster selektieren. Dazu gehen Sie mit dem Mauszeiger ber das
Objekt und drcken einmal kurz  die linke Maustaste. Je nachdem welche
Objektart Sie selektiert haben, knnen  Sie keines, eines oder mehrere
Tools nacheinander aufrufen.

Mit  Hilfe  dieser  Tools  knnen  Sie  die  Farbe  Ihrer Objekte, das
Fllmuster, die Farbe des Randes, die Dicke des Randes etc. festlegen.


Partbox
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Die mglichen  Parts (Einzelteile), die Ihnen  zur Verfgung stehen um
eine  Resourcedatei   zu  erzeugen,  sind   im  unteren  Bereich   des
Arbeitsfensters  (der   Partbox)  dargestellt.  Um   eines  der  Parts
auszuwhlen schieben Sie einfach das  Objekt, oder den Objektbaum, den
Sie erzeugen wollen, in den Arbeitsbereich Ihres Fensters.

Dazu bewegen Sie  den Mauszeiger ber das Objekt  (den Objektbaum) und
schieben ihn mit gedrckter, linker  Maustaste an die Position, wo Sie
das Objekt haben wollen.


Anlegen eines neuen Objektbaums
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Beim Start  des RCS stehen  Ihnen in der  Partbox alle Objektbaumtypen
zur  Verfgung.  Diese  sind  MENU  (Objektbaum  zur Darstellung einer
Menzeile), DIALOG  (Dialogbox, in der  die Objekte an  jeder belieben
Stelle positioniert werden knnen), PANEL (Dialogboxen, in der Sie die
einzelnen   Objekte  nicht   pixelweise  verschieben   knnen),  ALERT
(Alertboxen,  das  RCS  erzeugt  hier  einen  FREE_STRING,  den Sie an
form_alert bergeben knnen) und FREE_STRING.

Der  Unterschied zwischen  PANEL und  DIALOG ist  der, da  Sie in der
Dialogbox  DIALOG jedes  Tochterobjekt an  beliebiger Stelle innerhalb
des  Objektbaums  darstellen  knnen.  Bei   PANEL  ist  dies  nur  an
Zeichengrenzen mglich.  Die Panels haben aber  dafr den Vorteil, da
das AES die Proportionen bei  der hohen und mittleren Auflsung gleich
darstellen kann, was bei DIALOG nicht immer mglich ist.

Sie  mssen  jedem  Objektbaum  einen  Namen  geben,  um  ihn in Ihrem
Programm zu verwenden. Das RCS fordert Sie automatisch dazu auf.


Editieren eines Objektbaums
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Um  einen   Objektbaum  zu  editieren,   ffnen  Sie  diesen   mittels
Doppelklick. In der Titelzeile erscheint nun der Name des Objektbaums.
In  der  Teilebox  im  unteren  Bildschirmbereich  erscheinen nun alle
Objekttypen, die Sie in Ihrem Objektbaum verwenden knnen.

Schieben  Sie einfach  jedes Objekt,  das Sie  nun bentigen  in Ihren
Objektbaum  an  die  Position,  wo  es  spter  erscheinen  soll.  Zum
Verndern der  Gre der Objekte bzw.  des Objektbaums selektieren Sie
zunchst das Objekt. Es erscheint nun  in der unteren rechten Ecke des
Objekts  ein schwarzes  Rechteck. Damit  knnen Sie  nun die Gre des
Objekts wie bei einem Fenster verstellen.

Zum  Editieren eines  Objekts  knnen  Sie dieses  mittels Doppelklick
ffnen. Alternativ  selektieren Sie das  Objekt und whlen  eines oder
mehrere Werzeuge aus der Toolbox im linken Bildschirmbereich.

In  der  Dialogbox,  die  erscheint,   wenn  Sie  ein  Objekt  mittels
Doppelklick ffnen, knnen Sie Strings eingeben, die das AES bentigt,
um das  Objekt richtig darzustellen. Bei  editierbaren Objekten dienen
diese Strings auch zur Gltigkeitsberprfung der Eingabe. Den genauen
Aufbau  der  Strings  entnehmen  Sie  bitte  der  einschlgigen  Fach-
literatur ber GEM-Programmierung.

In dieser Dialogbox knnen Sie auch dem Objekt einen Namen geben. Dies
ist  erforderlich  ,  wenn  Sie  spter  in  Ihrem  Programm  auf  die
OBJECT-Struktur des Objekts zugreifen wollen.  Sie erhalten in der vom
RCS  erzeugten  Headerdatei  den  Index  der  OBJECT-Struktur.  Diesen
bentigen Sie  fr verschiedene Routinen des  AES. Beachten Sie bitte,
da der Name in Grobuchstaben geschrieben sein mu.


Ein Beispiel:

Sie haben  einem Objektbaum den Namen  TREE1 geben. Mittels rsrc_gaddr
erhalten  Sie  die  Adresse  des  Baumes,  die  Sie der Variablen tree
zuweisen.  Die  Variable  tree  ist   vom  Typ  (OBJECT  *).  Auf  die
OBJECT-Struktur des Objekts TURBO knnen Sie nun mittels
                 tree[TURBO].<strukturelement>
zugreifen.


Mens
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Wenn Sie einen Objektbaum vom  Typ MENU editieren wollen, erhalten Sie
in der Partbox Objekte vom  Typ TITLE, ENTRY und "---------". Mithilfe
von TITLE knnen Sie Menpunkte  in der oberen Menzeile erzeugen. Mit
ENTRY  erzeugen  Sie  Meneintrge  in  Pulldownmens. Mit "---------"
knnen Sie nicht anwhlbare Linien im Pulldownmen erzeugen.






Wir  hoffen,  Ihnen  hiermit  einen  ausreichenden  berblick ber die
Bedienung  des  RCS  gegeben  zu  haben.  Die  Anwendung von Resourcen
erfordert naturgem  die Kenntnis der Programmierung  unter GEM. Hier
drfen  wir Sie  auf die  einschlgige Fachliteratur  zu diesem  Thema
verweisen.

Wir wnschen Ihnen viel Spa beim Designen Ihrer eigenen
Benutzerfhrung.

Ihr Turbo C Team
Borland GmbH
