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* ACHTUNG: -->  BITTE UNBEDINGT ZUERST DEN TEXT "INSTALL.TXT" LESEN !!! <-- *
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Sehr geehrte Kunden,

leider hat es doch betrchtlich lnger gedauert, die DATAlight Version 1.1
fertigzustellen. Die Version 1.0 wurde wegen kleiner, aber unangenehmer Feh-
ler nicht wie ursprnglich geplant ausgeliefert. Und da 1.1 schon recht weit
gediehen war, wurde die Verbesserung gleich in dem erweiterten Programm durch-
gefhrt. Dies zieht allerdings auch einige nderungen gegenber dem Handbuch
nach sich.
So ist ein zweiter Packalgorithmus (LZW) implementiert worden, der eine sehr
hohe Packrate und eine phnomenale Auspackgeschwindigkeit an den Tag legt.
Der Haken ist allerdings, da die Einpackgeschwindigkeit (zumindestens auf
normalen STs) rgerlich lange dauert. Daher wurde bei Verwendung dieses Algo-
rithmus darauf verzichtet, On-Line, also automatisch beim Schreiben, einzupac-
ken. Die Daten werden unkomprimiert, aber in einem speziellen Format auf
Disk oder Platte geschrieben.
Zum Verpacken mu dann (sobald das Medium voll ist oder am Ende des Arbeits-
tags) DL_KOMP.PRG gestartet werden und das Medium mit dem Menpunkt 'Kompri-
mieren' nachkomprimiert werden. Nach Wahl dieser neuen Option erscheint eine
Alarmbox, in der 'normale' oder 'optimale' Komprimierung gewhlt werden
kann. Nach kurzer Zeit erscheint eine Anzeige, die fortlaufend ber den unge-
fhren Zeitbedarf sowie die ersparten KBs informiert. Die Genauigkeit der
Zeitanzeige steigt mit der Anzahl der komprimierten Daten, da diese die Ge-
schwindigkeit stark beeinflussen. So kann es also zu Beginn einer Komprimie-
rung durchaus vorkommen, da der Zeitbedarf etwas in die Hhe steigt. Die Kom-
primierung kann jederzeit durch Verwendung der 'Undo'-Taste abgebrochen wer-
den. Die bereits ersparten KBs sind dann selbstverstndlich verfgbar.
Ein zustzliches Feature der Entwicklerversion wurde auch in der jetzt ausge-
lieferten Version beibehalten: So kann zur Steigerung der Schreibgeschwindig-
keit auch die automatische Komprimierung des Huffman-Algorithmus abgeschal-
tet werden. Dies erfolgt durch Mausklick auf den Titel der ersten Dialogbox
des Treibers DATALITE.PRG, der daraufhin invertiert wird. Die hiernach verwen-
deten Medien knnen dann vllig verzgerungsfrei beschrieben werden und wie
oben erklrt mit dem Programm DL_KOMP.PRG nachkomprimiert werden.
Oft gefragt wurde auch nach der Datensicherheit und Kompatibilitt von DATA-
light. Hierzu folgendes: Programm-, Betriebssystem-, Rechner- oder Harddiskin-
kompatibilitten sind bis dato unbekannt. DATAlight luft bereits seit eini-
ger Zeit problemlos auf einer Vielzahl von Systemen mit unterschiedlichen An-
wendungsbereichen. Daher ist auch zum Thema Datensicherheit wohl nur der phy-
sikalische Defekt eines Mediums relevant. Ein Sektor, der ordnungsgem ge-
schrieben wurde, sich danach aber nicht wieder lesen lt fhrt meistens eh
dazu, da das Betriebssystem die gesamte Spur nicht mehr lesen kann (bei
Disks ca. 5 KB). Unter DATAlight sind in so einem Fall durchschnittlich 16
KB verndert, maximal 32 KB. Dieser insbesondere auf Festplatten uerst sel-
tene Fall ist ein wohl ertrglicher Preis fr die Leistung von DATAlight.
Zur Kompatibilitt mit Fast File Movern und hnlichen Programmen wird in der
jetzigen Version die Laufwerksinfo folgendermaen gendert: Als freie Bytes
wird die Kapazitt bei allerschlechtester Packrate angezeigt. Nach dem Aufko-
pieren von Daten oder dem Nachkomprimieren des Mediums sieht man jedoch deut-
lich wie die belegten Daten weniger der freien Bytes belegen. Aus diesem
Grund kann man oft auch noch etliche Dateien auf ein Medium kopieren, dessen
Laufwerksanzeige '0 Bytes frei' meldet. Diese beraus vorsichtige Strategie
war notwendig, da manche der angesprochenen Programme auf keinerlei nachtrg-
liche Fehlermeldung reagieren.
Im DL_KOMP.PRG neu hinzugekommen ist der Menpunkt 'Statistik', mit dem der
Fllgrad, die Packrate und sonstige Informationen ber komprimierte Laufwer-
ke abgefragt werden knnen. Auerdem knnen jetzt auch noch die Warnmeldun-
gen vor dem Komprimieren oder Dekomprimieren von Medien abgeschaltet werden
und die Voreinstellungen knnen abgespeichert werden.

Wichtige Tips zum Einrichten komprimierter Disks bzw. Partitionen:
Prinzipiell gilt fr das Zeitverhalten: Lese- und Schreibverzgerung, die
durch die Komprimierung bzw. Dekomprimierung auftreten knnen, werden i.d.R.
erst bei der Arbeit mit greren Datenmengen, die stndig komplett gelesen
oder geschriben werden mssen, unangenehm hoch. Dies macht sich weniger auf
Diskette als insbesondere auf schnellen Medien, also Festplatten, bemerkbar.
Besonders in diesen Fllen sollte abgewogen werden, welche Komprimierungsart
die bessere ist:
Prinzipiell gilt fr das Packverhalten: LZW packt besser als Huffman, es
gibt jedoch Ausnahmen. Wenn Sie viele gleichartige, also etwa vom selben Pro-
gramm erzeugte Daten haben, so lohnt sich ein Test mit einer kleinen Auswahl
von Dateien: Komprimieren Sie eine Partition mit Huffman und kopieren Sie die-
se Dateien hierauf. Lesen Sie mit dem Menpunkt 'Statistik' im Programm
DL_KOMP.PRG die erreichte Kapazittssteigerung ab. Dekomprimieren Sie nun die-
se Partition, Komprimieren Sie sie mit LZW und kopieren Sie dieselben Daten
erneut auf diese Partition. Komprimieren Sie diese Partition erneut mit dem
Programm DL_KOMP.PRG 'optimal' und lesen Sie in der Statistik die erreichte
Kapazittssteigerung ab.
LZW: Die LZW-Komprimierung sollte auf solchen Partitionen eingesetzt werden,
auf denen viele Daten nur gelesen werden mssen. Die sehr hohe Auspackge-
schwindigkeit (ca. 4 Mal schneller als bei der Huffman-Komprimierung) senkt
bei greren zu lesenden Datenmengen die Ladezeit sogar gegenber dem Lesen
unkomprimierter Daten. Die LZW-Komprimierung sollte weiterhin dort einge-
setzt werden, wo auf eine mglichst hohe Komprimierung Wert gelegt wird, es
kann jedoch Ausnahmen geben, in denen die Huffman-Komprimierung besser ist
(s.o. zum Packverhalten).
Huffman: Auf Datentrgern, die immer sehr voll sind, ist man auf die On-Li-
ne-Komprimierung angewiesen, da ansonsten zu hufig nachkomprimiert werden
mte. Hier empfiehlt sich die Huffman-Komprimierung, die die Daten stndig
komprimiert hlt. Auch bei ungepackter Bit-Image-Grafik, insbesondere aber
bei redundanter Grafik kann Huffman zu besseren Ergebnissen in der Packrate
fhren.
Packrate: (Ergnzung zu Kapitel 5.3.1) Bei Wahl des Menpunktes 'Komprimie-
ren' im Programm DL_KOMP.PRG wird fr die Maximale Gre des Mediums bei der
Huffman-Komprimierung 200%, also eine Kapazittsverdopplung, bei der LZW-Kom-
primierung 300%, also eine Kapazittsverdreifachung vorgeschlagen. Diese
Voreinstellungen liegen ca. 25% hher als unsere ermittelten Durchschnittswer-
te, so da die eingestellte Kapazitt i.d.R. ausreichen sollte. Falls Sie
bei Ihren Daten eine deutlich bessere oder deutlich schlechtere Packrate fest-
stellen sollten (Statisik), so knnen Sie diese Voreinstellung vor dem Kompri-
mieren ndern. Sie sollten sich jedoch klar machen, da bei einer Reduzie-
rung der maximalen Kapazitt um 512 KB bei einer Packkapazitt von 200% le-
diglich 1 KB Speicherplatz bei den Verwaltungsstrukturen eingespart werden.
Als Faustregel gilt also: "Lieber zuviel Platz reservieren als zuwenig!"
Erst bei einer weit ber der tatschlichen Ausnutzbarkeit liegenden Vorein-
stellung der maximalen Kapazitt wird die tatschliche Kapazitt sprbar redu-
ziert.
Wichtige Tips zum alltglichen Arbeiten mit DATAlight:
"Disk voll": Ab TOS 2.x wird beim Kopieren auf dem Desktop nicht mehr solan-
ge kopiert, bis das Betriebssystem "Disk voll" meldet, sondern die verbleiben-
de Restmenge an Speicherkapazitt vom Desktop selbst berechnet. Bei Disks,
die On-Line komprimiert werden, bleibt jedoch nach jedem Kopiervorgang mehr
Platz frei als vom Desktop erwartet, da die Daten bereits beim Schreiben kom-
primiert wurden. Zwar aktualisiert DATAlight die Disk-Informationen nach je-
dem Kopiervorgang, das Desktop geht jedoch davon aus, da sich diese Werte
nicht verndert haben. Deshalb kann es dazu kommen, da das Desktop meint,
die Disk sei voll, obwohl noch viel Platz auf ihr ist. Bitte bettigen Sie
in einem solchen Fall einfach die 'ESC'-Taste. Hierdurch wird das Desktop ge-
zwungen, die Informationen ber die Disk neu einzulesen, so da nun auch das
Desktop wieder Kenntnis vom zur Verfgung stehenden Speicherplatz hat und
der Kopiervorgang nun fortgesetzt werden kann. Aus demselben Grund kann mit
dem Desktop auch keine Datei auf ein komprimiertes Medium kopiert werden,
die lnger ist als der angezeigte freie physikalische Speicherplatz dieses Me-
diums (s. Kompatibilittshinweis oben).
Zu langsame On-Line-Komprimierung: Wir weisen ausdrcklich darauf hin, da
die manchmal doch unangenehme Verzgerung beim Schreiben mit On-Line-Kompri-
mierung ausschlielich durch das geradezu schon unsinnige Vorgehen des Be-
triebssystems beim Schreiben von Daten, insbesondere bei umfangreicheren Ko-
pierauftrgen mit vielen Ordnern zurckzufhren ist. Dies knnte leider nur
zu Lasten der Kompatibilitt gendert werden, worauf wir jedoch verzichten
wollen. Daher empfiehlt sich unserer Meinung nach die Verwendung des effizien-
ten LZW-Algorithmus mit nachtrglicher Komprimierung, die zu besseren Ladezei-
ten und einer weitaus hheren Packrate fhrt. Diese Arbeitsweise hat sich im
alltglichen Einsatz bei unseren Testern als die beliebteste erwiesen. Falls
Sie auf die On-Line-Komprimierung jedoch greren Wert legen, so empfehlen
wir, bei greren Kopieraktionen mit Fast File Movern zu arbeiten, die diese
unangenehme Eigenart des Betriebssystems umgehen.
Bootprobleme: Sollte aus irgendeinem Grunde der DATAlight-Treiber nicht zu
starten sein und den Boot-Vorgang stren, so kann der automatische Start
durch Drcken einer der Shift-Tasten unterbunden werden. Auf diese Weise ha-
ben Sie die Mglichkeit, Ihr System auch ohne DATAlight zu starten, auch
wenn es z.B. einmal zu Problemen mit anderen AUTO-Ordner-Programmen oder Ac-
cessories kommen sollte. Zur Zeit sind uns solche Inkompatibilitten jedoch
nicht bekannt.
Martin A. Wielebinski 
