RSVE, hhere Baudraten fr die serielle Schnittstelle des ST
(ebenfalls verwendbar fr Modem1 der MegaSTE und TT Computer)
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Sinn und Zweck des RSVE
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RSVE ermglicht die Benutzung von hheren Datenraten als 19200Bd auf der
seriellen Schnittstelle Modem1. Mglich sind 38400, 57600 und 115200Bd.

RSVE ist in der Ansteuerung kompatibel zu RS_Speed von Stephan Skrodzki 
@KA.

RSVE bentigt nur vier Kabel zum Anschlu im Computer. Deshalb ist auer 
dem Quarzoszillator und dem GAL16v8 noch ein Schaltkreis fr 1 DM 
vorhanden. Eigentlich wollte ich diesen Schaltkreis einsparen und alles in 
ein GAL39v18 (=GAL6001) packen, lie es wegen der geringen Verbreitung und 
des hheren Preises des GAL39v18 aber sein. Da nur zwei Kabel am MFP 
angeschlossen werden mssen, ist die Arbeit besonders bei den mit 
Quadpack-MFP ausgestatteten TTs und MegaSTEs wesentlich einfacher.

Copyright
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RSVE darf fr den Eigenbedarf gebaut werden. Gegen den Aufbau fr gute
Freunde habe ich ebenfalls nichts. Dabei darf der Bastler aber keinen
Gewinn damit machen. Eine kommerzielle Fertigung oder Verwertung ist nur
mit meiner schriftlichen Zustimmung erlaubt. ber eine kleine Spende in
Hhe von 5DM von jedem zufriedenen Nutzer wrde ich mich freuen. Warum?
RSVE habe ich zuerst mal fr mich selbst entwickelt (egoistisch, nicht?).
Das Erstellen einer mailboxversandfhigen Version der Dokumentation war mit
einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden.

Ich habe diese Bauanleitung sorgfltig berprft. Ich hafte in keiner Weise
fr eventuelle Fehler und/oder (daraus resultierende) Beschdigungen
irgendwelcher Objekte oder Subjekte.

In diesem Paket sind alle Informationen zu RSVE enthalten. Auer dem Layout
als Ultimade-PCB-Datei habe ich auch nicht mehr.
Schriftliche Anfragen werden nur beantwortet, wenn ein frankierter
Rckumschlag beiliegt.
Ich bin im Mausnetz unter
Harun Scheutzow @B
zu erreichen. Meine Postanschrift lautet:
Harun Scheutzow
Dresdener Strae 83
O-1020 Berlin


Inhalt des Paketes
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RSVE_GAL.JED   Jedec-Fusedatei fr das GAL
RSVE_GAL.TXT   Logikgleichungen in Textform mit Kommentaren
RSVE_DOC.TXT   diese Dokumentation
BEST2.*        Bestckungsplan, Mastab 2:1
USUNGS2.*      Leiterzge der Leiterseite, gesehen von der Bestckungsseite
aus, Mastab 2:1
US1.*          Leiterseite im Mastab 1:1 als Sicht auf die Kupferflche

Die Dateien mit der Endung LQ knnen direkt auf Epson-LQ-24Nadlern gedruckt
werden. Dateien mit der Endung NEC sind zum Audrucken auf NEC-24-Nadlern
vorgesehen. Dazu einfach Datei doppelklicken und "Drucken" whlen. Dateien
mit der Endung HPG sind Plotdateien im HPGL-Format, erstellt mit einer
Stiftbreite von 0.2mm und Stift Nummer 1. Diese kann man z.B. in Calamus
importieren.


Langsamkeit der ST-Computer mit TOS
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Bei Geschwindigkeiten ber 19200Bd gibt es ein generelles Problem mit dem
Betriebssystem des ST und den DF-Programmen. Wenn ein Programm im Polling
den MFP bedient, kann problemlos eine Datenrate von 115200Bd ausgenutzt
werden, indem wirklich 11520cps (Character per Second) bertragen werden.
Werden jedoch die BIOS-I/O-Routinen benutzt, so kann ein 8MHz ST bei
ZMODEM-Senden maximal 2500cps und beim Empfangen 2000cps erreichen. Wenn
der RTS/CTS-Patch/Optimierer TURBOCTS installiert wurde, erhhen sich diese
Werte auf 3000cps. Es mu bei 38400Bd also immer der RTS/CTS-Handshake
genutzt werden, da der ST beim Empfangen sonst Zeichen verlieren wrde.
Immerhin erlauben die Interruptroutinen des ST noch eine Baudrate von
38400, indem sie rechtzeitig die Zeichen abholen, im Puffer ablegen und bei
vollem Puffer der Gegenstelle das Senden verbieten. Eine bertragung mit
57600 und 115200 ist jedoch selbst fr die Interruptroutinen zu schnell,
sie schaffen es nicht, rechtzeitig die eintreffenden Zeichen abzuholen oder
der Gegenstelle das Senden zu verbieten.

Wenn ein 16MHz-Speeder installiert ist (z.B. serienmig im MegaSTE), so
sind auch 38400Bd mit etwa 3000cps mglich (oder noch mehr mit TURBOCTS).


Zum Bestckungsplan
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Bentigte Bauteile

Quarzoszillator 1.8432MHz
Zhler 74HC4040 (der normale CMOS 4040 ist zu langsam!)
GAL 16v8, programmiert fr RSVE
Keramikkondensator 100nF, 2 Stck
optional: Widerstand 1kOhm, Leuchtdiode

Der 74HC4040 ist wirklich auf der Leiterseite einzusetzen! Deshalb ist 
seine Bezeichnung im Bestckungsplan gespiegelt geschrieben.

Anschlsse der Schaltung

+5V   an +5V im Computer
GND   an GND im Computer
LED+  Anode der Anzeige-LED
LED-  Katode der Anzeige-LED
TID   an Pin16 des MFP
TUA   an Pin7 oder Pin10 des MFP

Die Anzeige-LED leuchtet, sobald eine der hohen Baudraten erzeugt wird.

Der MFP hat normalerweise den Aufdruck MC68901. Alle hier angegebenen
Pin-Nummern beziehen sich auf den 40poligen MFP im DIL-Gehuse. Wenn ein
44poliger MFP im Quadpack-Gehuse vorhanden ist, wie z.B. im TT, so gilt
folgende Zuordnung der Pin-Nummern:
40pol.  44pol.
Pin7    Pin8
Pin10   Pin11
Pin16   Pin18

Am MFP sind auf der Computerplatine Pin7, Pin10 und Pin16 untereinander
verbunden. Die Verbindung zwischen Pin7 und Pin10 mu erhalten bleiben, die
Verbindung dieser beiden Pins zu Pin16 mu aber aufgetrennt werden. Wenn
die entsprechende Leiterbahn nicht auffindbar ist, kann Pin16 auch direkt
ber der Computerplatine durchtrennt werden.


Baudraten
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Hier nochmal die ohne RSVE mglichen Baudraten:
19200, 9600, 4800, 2400, 2000, 1800, 1200,
600, 300, 200, 150, 134, 110,
75 (das TOS stellt aber 120 ein!!!),
50 (das TOS stellt aber 80 ein!!!)

RSVE konvertiert folgende Baudraten:
150 (eingestellt) -> 115200 (real)
134 (eingestellt) ->  57600 (real)
110 (eingestellt) ->  38400 (real)


Technische Kurzerklrung
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TID ist der Timer D Ausgang des MFP, der normalerweise den Baudratentakt 
lieferte. Dieser ist 16mal so gro wie die Baudrate.

Gal liefert fr 38400Bd sowieso immer 614400Hz (mte nicht sein, ist aber 
ntzlich, wird deshalb nicht wegoptimiert). Damit wird ein 12Bit-Zhler 
74HC4040 betrieben (von dem nur die unteren acht Bit ausgewertet werden), 
solange TID L ist.

Baud  Impulse  Fangbereich  Wirkung          BD1   BD2
200    96                   alte Baudraten    L     L
150   128      112..135     115200Bd ein      H     L
134   143      136..159      57600Bd ein      H     H
110   174      160..223      38400Bd ein      L     H

Baudraten 75 und 50 nicht setzen, da das TOS diese falsch einstellt. Wenn 
man sie direkt richtig einsetzt, werden aus 75Bd (256Impulse mod 256 = 0) 
immer 75Bd und aus 50Bd (384Impulse mod 256 = 128) immer 115200Bd.

Alle Fangbereich-Grenzwerte sind durch 8 teilbar. Die unteren drei Bit des 
Zhlers werden deshalb nicht ausgewertet.

Zwei Trick-Register speichern den Zhlerstand bei der TID L/H-Flanke. BD1 
wird fr 112..157 und BD2 fr 136..223 aktiv (H).

Je nach Trickregisterinhalt wird TID, T1 (Quarztakt), T2 (Quarz/2) oder T3 
(Quarz/3) an den Ausgang TUA gelegt.


Schlubemerkung
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Ich wnsche einige frohe Bastelstunden. Meine Adresse ist unter "Copyright"
zu finden.

Berlin, 12.10.1992

Harun Scheutzow

