

                    MetaFont auf dem Atari ST
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1. Allgemeines:
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MetaFont ist der Font-Generator zu TeX. Wenn Sie TeX noch nicht kennen,
lesen Sie bitte erst die TeX-Dokumentation und lernen Sie das Programm
TeX kennen bevor Sie sich mit MetaFont beschaeftigen.

Der Quellcode von MetaFont (in WEB bzw. PASCAL) ist Public Domain, d. h. er
darf in unveraenderter Form weitergegeben werden. Diese Portierung fuer den
Atari ST ist (im Gegensatz zu anderen) ebenfalls Public Domain. Gleiches gilt
fuer den Bildschirmtreiber und die Druckertreiber dieses Paketes.

Weder dieses Programmpaket noch einzelne Teile daraus duerfen ohne vorherige
schriftliche Genehmigung verkauft oder als Teil eines kaeuflichen Programm-
Paketes weitergegeben werden. Fuer das kopieren der Public Domain Disketten
darf keine ueber den ueblichen Satz hinausgehende Bezahlung verlangt werden.


2. Wie funktioniert MetaFont
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Dieser Text ist keine Anleitung zu METAFONT. Die definitive Anleitung
zu MetaFont ist das Buch:

	Donald E. Knuth: The METAFONTbook. Computers & Typesetting Vol. C,
              Addison Wesley 1986. (in englisch)

Diese Anleitung brauchen Sie aber nur, wenn Sie wirklich tiefer in
MetaFont einsteigen wollen. Wollen Sie nur ein paar fonts fuer TeX
erzeugen, so kommen Sie vermutlich auch mit einer Beschreibung
im Rahmen eines TeX-Buches aus. Z. B. finden Sie in

        Helmut Kopka: LaTeX - eine Einfhrung. Addison Wesley 1988.

im Anhang C etliche Informationen, die Ihnen als normalem TeX-Anwender
genuegen sollten. Diese allerdings sollten Sie mindestens vor der Benutzung
von MetaFont gelesen und verstanden haben.

Da in den Buechern die Besonderheiten der einzelnen Portierungen keine
Beachtung finden (koennen), beschreibt der folgende Text nun ausschliesslich
die Besonderheiten dieser Portierung fuer den Atari ST.


3. Was gehoert alles dazu
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Das System ist recht gross. Um es trotzdem auf relativ wenigen einseitigen
Disketten unterbringen zu koennen, mussten einige Teile gepackt werden.

Die Diskette "MetaFont, Diskette 1" enthaelt:

        INFO_MF.TXT     --  Dieser Text
        INSTALL.TXT     --  Anleitung zur Installation
        FEHLER.TXT      --  Anleitung zur Verfahrensweise bei Fehlern
        C_MF.PRG        --  `Shell' fuer MetaFont. Dieses Programm wird zur
                            Benutzung von MetaFont gestartet. Es ruft dann
                            alle anderen Teile auf.
        INIMF.TTP       --  Hilfsprogramm zum Erstellen von Base Files wie
                            PLAIN.BAS oder CM.BAS. Vor der Benutzung von
                            MetaFont muessen diese erstellt werden.
        MF.POO          --  MetaFont Pool wird von INIMF.TTP benutzt
        MF.TTP          --  Das Hauptprogramm, Herz des Systems
        GFtoPK.TTP      --  Hilfsprogramm zum packen der .gf files
                            in .pk files
        ATARI.MF        --  MetaFont-Quellcode fuer die Anpassung der
                            fonts und Formate an den Atari.
                            Wird von INIMF.TTP gebraucht.
        GFtoDVI.TTP     --  Hilfsprogramm fuer Hardcopy-Proofs, das Sie
                            normalerweise nicht brauchen.
        TRICK           --  Ordner mit Demonstration eines kleinen Tricks.

Die Diskette "MetaFont, Diskette 2" enthaelt:

        MF_BASE.ARC     --  MetaFont-Quellcode fuer die Base-Files.
        MF_DRIVER.ARC   --  MetaFont-Quellcode fuer die Fonts (Treiber).
                            Diese Treiber werden von den Parameter-Files
                            aufgerufen und rufen sich untereinander wieder auf.
        MF_PARAM.ARC    --  MetaFont-Quellcode fuer die Fonts (Parameter).
                            Fuer jeden font existiert ein Parameter File
                            (Beispiel: CMR10.MF fuer dem font `cmr10').
                            Dieser Parameter-File setzt einige Parameter und
                            ruft dann einen Treiber (Beispiel: ROMAN.MF oder
                            ITALIC.MF) auf.
        MF_OTHER.ARC    --  Einige spezielle Sachen (GRAY fonts etc.),
                            die Sie normalerweise nicht brauchen.
        UNARC.TTP       --  Entpacker fuer `.ARC' Archive


4. Installation und Betrieb
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Lesen Sie nun `install.txt' und fuehren Sie die angegebenen
Schritte zur Installation durch.

5. Besonderheiten dieser Installation
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   Diese Version ist als Font-Generator zu TeX gedacht. Moeglichkeiten
   die fonts direkt bei der Erzeugung am Bildschirm anzusehen existieren
   nicht. (Allerdings koennen Sie sich einen GRAY font erzeugen und
   mit GFtoDVI und DVI2ST bzw. DVIP6 Hardcopy proofs auf Bildschirm
   bzw. Drucker erzeugen.)

   Treten in der Eingabe die Zeichen TAB (CONTROL-I) oder FormFeed
   (CONTROL-L) auf, so werden diese in Leerzeichen umgewandelt.

   CONTROL-Z darf nicht in der Eingabe enthalten sein,
   da sonst an dieser Stelle das Datei-Ende angenommen wird !!!

   In File-Namen kann statt des Backslash `\' wahlweise auch ein Slash '/'
   eingegeben werden. Beispiel: `input a:/ich/du ;' liest die Datei
   `a:\ich\du.mf'.

   MF und IniMF koennen im Lauf durch Druecken einer Taste (z.B. RETURN)
   unterbrochen werden. Diese Art der Unterbrechung ist wesentlich besser als
   das brutale CTRL-C. Nach Eingabe von `?' erfaehrt man, was weiter zu
   machen ist.

   MF und IniMF suchen Ihre Eingaben evtl. in mehreren Ordnern.
   Dies wird durch Environment-Variablen gesteuert. Wie die heissen
   und was die Standard-Belegung ist, kann man in C_MF sehen.

   Da TOS nur maximal 3 Zeichen im Extender erlaubt, sind Datei-Namen
   wie `cmr10.2602gf' auf dem Atari ST nicht moeglich. Die Dateien
   heissen hier schlicht `*.gf' also z. B. `cmr10.gf'.

   Hinweis: MF verabeitet nun auch Environments im (falschen) Beckemeyer-
            Format ('\000' nach jedem '='). Dafuer kann man nun keine
            Environment-Variablen mit leerem Wert mehr uebergeben.
            C_MF beruecksichtigt das und uebergibt, wenn nichts definiert
            wurde auch *kein* "ENV_NAME=\000".

   Version 1.7 // 1.2cs wurde im Juli 1989 erstellt und verifiziert.

   Die MetaFont-Portierung erfolgte mit dem ST Pascal Plus Compiler von CCD,
   der besonders ab der Version 2.06 sehr zu empfehlen ist.

   C_MF.PRG wurde mit dem Lattice C Compiler Version 3.05 erstellt.
   Lattice hat eine schoene GEM-Anpassung.

6. DISCLAIMER
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   Fehler suche man zunaechst bei sich selber. Haben die Programme
   tatsaechlich noch Fehler, so koennen Sie mir eine kurze Beschreibung
   des Fehlers (1/2 Seite) zukommen lassen, die ich dann evtl. gelegentlich
   pruefen werde. Lesen Sie bitte auch `Fehler.txt'.

   Ich benutze dieses Programm viel und habe bisher noch keine Fehler
   feststellen koennen, die auf anderen Installationen nicht auftreten.
   Der TRAP-Test funktioniert natuerlich.
   Um unvernuenftigen Leuten aber keine falschen Illusionen zu machen,
   muss ich auf das Folgende aufmerksam machen:

   ACHTUNG. Diese Software ist Public Domain und ohne jede Garantie.
   Ich verspreche keine Wartung und uebernehme keine Verantwortung fuer
   Schaeden, die durch die Benutzung dieses Programmes entstehen.

   Bochum, im Juli 1989.

        Christoph Strunk
        Wartburgstr. 10
        D-4630 Bochum 7
        (West Germany)

- Ende der Information -
