Arabien Aventures


Wste:

48 Grad C im Schatten = 65 Grad C in der Sonne. Temp.-Schwankungen zwischen +58 - -10 Grad C. Sonnenaufgang - 10 Uhr: Temp. steigt, 10 Uhr bis 15 Uhr Temp. runter; danach wieder +5 - +10 Grad C hoch.  18-19 Uhr ist die maximale Temp. erreicht.
Regen: <25 cm/m2  (Jahres ; Suez 2 cm, Saharaoase 12,5 cm. Zentralwstenteile: alle 3-5 Jahre Regen.

- 1 Stunde: 1 Liter Wasser ausgeschwitzt! In 8 Std. 11-16 pfd. Gewicht weniger. 19 Std. ohne Wasser und Schatten: Tot!
Normale Verpflegung und 4 Liter H2O/Tag, ohne Schatten: in 1 Woche tot; normal sind 7,5 Liter H2O und Salztabletten.

- Pflanzen: 30 cm lange Wurzeln, um an Wasser zu gelangen

- Tau: In manchen Wstengebieten (Orte mit niedriger Luftstrmung) erreicht die Taumenge die Niederschlagsmenge (25 cm;s.o.).

- Wasser finden: vermehrte oder bestimmte Pflanzen, Bodenmulden oder Vertiefungen; Wasser salzig oder bitter.

Sprache:

Dschebel: Berg
Wadi: Tler; schroffe Wnde. Wolkenbruch: reiender Flu, schnell abflieend. Am Rand d. Wadis oft Oase.
"ewiges Haus": Grab
Nekropole: Begrbnissttte
Nomaden: Sandbewohner, Wilde, Zeltbewohner, Wanderer (i.S.v. Zigeuner), Ruber, unirdische Gesellen, "Nichts aus der Wste"
suggim: bse Geister (Dmonen) der Wste; bers. "die Trockenen"
Nabal: hebr. "Dummkopf"
suk: Basar
Arab: freie Beduinen
Dire: Wohnung, auch: Besitz in der Wste
Stammesfrst:
a) hebr.: Sar = Oberhaupt, Frst
b) arab.: Abu = Vater oder
		sugagu = Scheich
Schaduf: Schpfbrunnen
Umm-al-Bijara: Mutter der Wasserlcher
migelal: Turm (=gypt.)
zon: Kleinviehherde
mas: Steuern
Fonduk: Herberge fr Kaufleute
Nargileh: Wasserpfeife
huwe: "Bruderschaftssteuer" (in Form von Getreide, Fleisch, Geld) minderer Leute an Kamelzchtenden Nomaden
Gamalu: Dromedear
handag: Reitkorb fr Frauen
Muscharabichs: Beobachtungsfenster in Tren

Wstenbewohner:

- Hirten: Jahreseinkommen: 10 Sekel Silber (= ca.15 gp; 14-16g Silber). 
- Hirtenbewaffnung: Stock od. Keule, Schleuder.

-Preise:
Acker, heiratsfhiges Mdchen	: 20-30 Sekel
Rind						: 6,5-18,5 S.
Schaf						: 1S.
Lastesel					: 4-37 S.
Reitesel					: 5,5-40 S.
Zugpferd					: 20 S.
Maultier					: 40 S.
Sklave						: 20-30 S.

- Medianiter: Volksstamm, Kamelnomaden
- Amelekiter: Volksstamm, Kamelnomaden

- Kamelnomaden: s. "Kamel"
- Familienoberhaupt: Vater; Stamm = Zusammenschlu mehrerer Familien. Fhrung des Stammes durch von Familienoberhuptern gewhlten Scheich.

- Personen ohne Stammeszugehrigkeit drfen: 
keine Herde auf den Kollektivweiden grasen lassen
nicht ihre Tochter verheiraten
keine Produkte eintauschen oder erwerben
keine Brunnen benutzen

- Halbnomaden: Kleinviehzchter (Schafe und Ziegen)

- Rinderzucht verlangt Stallungen, Pflege, gutes Futter => sehafte Zchter. Landerwerb zum Futteranbau notwendig ("ohne Ochsen kein Korn").

- Bauern:
"Brot lockt Raubnomaden"; Bauern verstecken ihre Ernte in Erdlchern; Nomaden finden sie oft. Bauern zahlen Tribut; wenn nicht: Auge ausstechen.
Haben oft Lehensland
Wer a) sich dauernd im Ausland aufhlt oder b) zum Tode verurteilt wird, verliert sein Land an die Regierung

Kultur:

Wohnen:

Das Dorf:
Befestigt; enges Tor.
Lange, schmale, gewundene und berdeckte Gchen zwischen fensterlosen Mauerflchen; finsterne Eingnge, schwere Tren, heimlich Beobachtende (s.u.); Mauern oft rissig (da aus Erde). Gassenjungen, Hhner. Viele Ruinen und baufllige Huser: man baut lieber nebenan ein neues; daher berall Hgel aus Lehm.

Die Stadt:
s.o.; darberhinaus
Altstadt (= Medina) mit unregelmigem Straennetz
Wenig ausgesparte Pltze, da berwiegend Traglastverkehr (=> Be.schattung wichtig).
viele Moscheen, Karavansereien. In den Gassen Lcher, Unrat, Tierkadaver. Reiche Brgerhuser: ockergelb. Stadtteile voneinander durch schwere Tore getrennt; diese abends zu.
Viele Dachterassen; dies eher das Stadtniveau als der Boden. Sakralbauten: Kuppeln und Minarette.
Huser:
Lehm mit Stroh, oder in der Sonne getrochnete Ziegel; terassenfrmiges Flachdach, mit Palmen besetzt. Meist den gleichen Grundplan: 1 Eingang, langer Korridor, Innenhof, der zu einigen finsteren, engen Stuben fhrt. Fenster selten wegen der Hitze. Dichte, feste Tre auen, Fensterchen mit geschnitztem Holzgitter: "sehen, ohne gesehen zu werden" (= Muscharabichs).
Huser der Reichen mehrere Stockwerke mit einer Galerie oder Balkon aus Holz. Oft Dcher mit hohen Luken (Luft einfangen und in Rume verteilen). Manche Rume liegen unterirdisch (khler).
Auch Wohnsttten in Berg hinein mit vorgebauter Fassade sind blich.
Huser haben keinen eingenen Brunnen oder Zisterne!
Es gibt keinen Kamin oder Herd: tragbare Kohlebecken aus Kupfer sind blich.
Einrichtung: Teppiche und Matten, wenig bis keine Mbel; mit Kissen belegte Bank (= Diwan), evtl. Hocker aus Leder oder "damastzierte" Tische.
Haushalt: kupferne Schsseln, Krge, Schalen, Becken und Vasen; Holztruhen fr Wsche.
Reiche: Wnde mit Stuck, Mosaiken und Malerei;
Arme: Nischen mit Nippsachen und Spiegel 

Beduinenzelte:
Schwarzes oder dunkelbraunes Tuch aus Ziegen- oder Kamelhaar, mit braunen Streifen (von den Frauen gewebt). Solide Holzpflcke. Das untere Ende der Plane etwas vom Boden abstehend (Zug); gegen Sandsturm dicht zu machen.
Zelte flach und fest im Boden verankert. Innen ganz mit Teppichen und Kissen bedeckt; einziges Mobiliar. Eine Ecke fr die Frauen und Kinder, Rest fr die Mnner.

- Brunnen: Kulturzentrum und Gericht. Stndig versandet, immer auf's neue freigelegt. Schlammiges, trbes Wasser, wird in Ziegenhautschluche gefllt.
 
Der Bazar (suk):
- Ort der Begegnung, Gerche, Gerchte und Komplotte. Meist berdacht; Galerien und Gchen im stndigen Halbdunkel.
- nachts abgeschlossen.
- keine Wohnungen.
- klare Branchensortierung nach dem Prinzip der Wertschtzung: hherwertige Branchen nher an der Moschee. 
- Attarin-suk: Bazar der Gewrz- und Dufthndler, sowie magische und unmagische Kruter; auch alchemistischer Bedarf (Pulver aus Eidechsen, Gazellenhorn, Alraune

Essen und Trinken:
- Gegessen wird an niedrigen Tischen od. auf Teppichen mit den Hnden aus einer Schssel. Danach: Fingerschalen mit parfmiertem Wasser.

- Nahrung: Schaf und Ziege, Hhner. Gartengemse (rel. selten), Auberginen, Spargel, Kichererbsen, Zwiebeln, Bohnen. Wassermelonen, Datteln, Feigen, Mandeln. Alles meist stark gepfeffert; Zimt, Ingwer, Safran, Nelken. Tee: meist mit Minze.
- Nahrung der Armen: Ziegenmilch, Fladenbrot, Milchsuppe, Ragout, Kuskus, Melonen.

Nargileh (Wasserpfeife): oft nach Essen. Tabak brennt in Kapsel mit Holzkohleglut. Rauch passiert vor Inhalation Gef mit parfmiertem, gereinigtem Wasser (=> fast nikotinfreies Rauchen).

Kleidung:
- Reiche Kleidung wird angelegt, um Gast zu ehren.
- korrekte Kleidung in der ffendlichkeit: Wohlstandabhngig (Gewand = Statussymbol)

- Allgemeine Bekleidungsregeln: 
Bauern und Karavanenhndler: langes Gewand aus weiem oder beigem Tuch; langer Turban (Schesch).
Reicher Kaufmann: gleiche Kleidung, aber aus Seide oder feinerem Leinen, +- auffllige Stickereien.
Kalif, Wesir oder andere hohe Persnlichkeit bei prominentem Besuch ein "Ehrenkleid".
Frauen: Gold- oder Silberstoffe (kostbar), paillettenbesetzte Pantoffeln (Farbe wichtig! Reiche: gelb oder schwarz, Arme: rot oder braun), bestickte Mieder, weite, dnne, vielfarbig schimmernde Rcke. Schleier: Tll od. (No-Dan-) Seide, Musselin.
Arme Leute nue einfache Stoffe; daher farbig, um Kleidung zu beleben (=> Frber wohlhabende Handwerker).
Im Winter oder Nachts: lange Mntel aus Ziegen- oder Schafswolle; auch viel Leder verwendet. Allgemein: Alltagskleidung im Winter sind dicke, weite Mntel (z.B. Burnus), im Sommer leichte, helle Gewnder (je weier und feiner desto reicher).
Kopfbedeckung: Mnner: Scheschia, Turban, Agal (s.u.); Frauen: Schleier, Tschador; Sklaven: Filzmtzen.

-Parfm und Schmuck:
Bltendestillation:Rosen, Jasmin, Ambra, Zitronenkraut.
Attarin-suk: s. Barzar
Mit Henna werden Ngel und Haaregefrbt.
Chool: Augenschminke

Schmuck auch Kapitalanlage; Gold oder Silber.
In Drfern und bei Nomaden meist Silber: Symbol der Freiheit und Reinheit; Gold: Symbol der Verderbtheit und Laster. Viele Scheichs berhren Gold nicht mit den Hnden, un sich nicht zu beschmutzen; sie verwenden Stbchen.

Talismane mit rituellen Motiven: 
Fisch = Schutz vor bsen Einflssen
Hand = glcksbringend
Taube = Liebessymbol
Mond = Beschtzt Frauen

Gesetze und Verwaltung:
- Lehensland ist auf sog. Ostraka (= irdene Tfelchen) vermerkt. Auch auf Ostraka: Begleitschreiben fr Wein und llieferungen, Pachtquittungen (Namen Verwalter und Pchter sowie gelieferte Materialien).

- Gesetze zur Viehhaltung: 
Z.B.: "Ttet Ochse Adeligen, mu der Eigentmer 2/3 Mine (= 436,6g) Silber Strafe zahlen."
Nomaden: Menschen und Tiere auf einem Rang; gemeinsames Fasten (bei ffendlicher Trauer), Haustiere kommen wegen Vergehen vor Gericht. 
Kastrieren von Tieren streng verboten.

- Kalif: groe politische Entscheidungen und geistliche Macht.
"Ministerprsident" = Wesir. Vom Kalif ernannt; immer aus ein und derselben Familie. Trger der zentralen Regierungsgewalt.
Dem Wesir zur Seite gestellt: 
Finanzen         : Amil
Militrguoverneur: Wali
Richter          : Kadi

- Kadi: Weiser, frommer Mann. Urteile nach gesundem Menschenverstand, gerecht und unparteiisch. 
Verurteilungen schwerer Straftaten immer bewut barbarisch (= "gttliche Rache"); "Aug' um Auge, Zahn um Zahn"

-Keine Stadtverwaltung, sondern Quartiermeister als Verbindung zum Stadtherren.

Tiere:
Der Stier in der Mythologie:
gypten: Inkarnation des Nilgottes (= Apis-Stier) [[Thara: Der Apis-Stier ist das Symbol von PTAH, dem Schaffer des Universums. Er wird auch - vom El Hasid - Stamm (Nomaden) - als Gott des Tisis verehrt.]].
Kleinasien: Stier als Fruchtbarkeitssymbol [[ in Isfahan]].
Mesopotamien: Stier als Zeichen majesttischer Macht [[bei den am Sdrand der Wste lebenden Goblins so benutzt]].

Aufgaben der Rinder: pflgen, dreschen, Lasten schleppen, Brunnenschwengel drehen
Esel: nur noch Verkehrsmittel

Tierdung: "pur" oder mit Stroh vermischt: Brennmaterial. Die Frauen formen Kugeln aus dem Dung und werfen diese gegen Hauswnde (zur Abplattung). Die Kugeln bleiben dort kleben, bis sie trocken sin; dann fallen sie ab und werden eingesammelt.

Der Esel:
kann 100 Jaher alt werden
taubengrau; besonders geschtzt: rotbraun gezeichnete oder weie, weibliche Esel
als Reit- und Reisetier: 30-40 km am Tag
Reiten: Wolldecke; Touren: eine Art Snfte; Frauen reiten seitlich
Eselskaravanen nur zur Regenzeit am Rande der Wste
Preis: s.o.
normale Eselslast: 105 kg

Das Kamel:
2 Meter gro, 650 Kg schwer
fter als die Frau in Liedern besungen; es gibt hunderte von Kosenamen
Reitdromedar: kann viele Stunden 12-18 Km/h laufen, 40-80 Km am Tag
Karavanengeschwindigkeit: 3,5 Km/h, wenn Kamele unterwegs Kruter fressen; 4 Km/h, wenn dazu keine Gelegenheit. 30-40 Km am Tag (unter der Leistungsgrenze der Tiere)
3-17 Tage ohne Wasser; kann Temperatur des Krpers (34-40 Grad C) der Auentemperatur anpassen. Bis zu 25% Gewicht kann das Kamel durch Wasserentzug verlieren
kamalzchtende Nomaden halten sich ackerbaubetreibenden Schafzchtern gegenber weit berlegen; nur Kamelnomaden steht der Name "el' arab" zu
jedes Kamel hat "seinen" Hirten von Jugend an; lt sich von keinem Fremden leiten
Nomaden verwenden alles, was das Kamel bietet:
Willkommen: frischgemolkene Kamelmilch
Haar und Hute: Kleidung, Zelte, Verkauf
Kot: a) Heizmaterial (s.o.)
	b) mit H2O und Stroh geknetet => Ziegel
hinter einer Karavane immer Junge, der Kot sammelt

3 Arten gamalu (=Dromedare): Renn- Reise- und Lasttiere
Sattel: Holzgestell auf Hcker, Wolldecke, groe Seitentaschen und Troddeln als Schmuck
Frauen reisen in berdachtem und verhngtem Reitkorb (=handag); Kamel der Lieblingsfrau des Karavanenfhrers ist besonders geschmckt
Kamele stoen hliche Schreie beim Aufstehen aus
groe Schritte; Reiter wird nach vorne und hinten geworfen (= "Seegang")

Sklaven:
