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  |     A N L E I T U N G   Z U   M I D I A N   V E R S I O N  1.01       | 
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  |              Ein Postcardwareprogramm von Alexander Weis              |
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  |            1993 by Alexander Weis   Alle Rechte vorbehalten          |
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                           Dokument Version 1.01

                                   1993                                    

Inhaltsverzeichnis
==================

1 Was ist MIDIAN?
2 Zuerst einmal
  2.1 MIDIAN starten
3 Die Programmfunktionen
  3.1 Desk
  3.2 Datei
      3.2.1 Laden  ^L
      3.2.2 Sichern  ^S
      3.2.3 Entfernen  ^E
      3.2.4 Lschen  ^D
      3.2.5 Programmende  ^Q
  3.3 Dump
      3.3.1 Receive  ^R
      3.3.2 Request  ^G
      3.3.3 Send  ^T
      3.3.4 Sample Page  ^P
      3.3.5 Analyse  ^A
  3.4 Monitor
      3.4.1 Dump Monitor  ^M
      3.4.2 MIDI Monitor  ^V
  3.5 Drucken
      3.5.1 Drucke Analyse  ^W
      3.5.2 Drucke Dump Daten  ^F
      3.5.3 Drucker als MIDI Monitor  ^H
  3.6 MIDIAN
      3.6.1 Kurzanleitung  ^K
      3.6.2 Programminfo  ^I
      3.6.3 Active/Clock  ^C
      3.6.4 Notepad  ^N
4 MIDIAN goes Multitasking
5 Zum Schlu


1 Was ist MIDIAN?
====================

Kurz gesagt dient das Postcardware-Programm MIDIAN dazu,  beliebige MIDI-Daten
mit dem Computer zu empfangen, auszuwerten, zu speichern, zu laden und rckzu-
bertragen.  Das Programm ist auf allen Atari ST/STE und  TT  Modellen  (evtl.
auch Falcon) ab 1 MByte RAM in hoher oder mittlerer Auflsung lauffhig. Kern-
stck von MIDIAN ist der Arbeitsspeicher,in den die empfangenen oder geladenen
MIDI-Daten abgelegt werden. Der Arbeitsspeicher wird vom Programm im RAM Ihres
Computers reserviert.  Fast alle MIDIAN Operationen greifen darauf zurck. Das
Programm ermglicht Auswertung, Sendung und Speicherung des Arbeitsspeicherin-
haltes.  Dadurch eignet es sich beispielsweise zur Verwaltung von  Klangdaten,
Sampledaten oder Effektgerteeinstellungen.  Diese knnen vom MIDI-Gert  emp-
fangen,  in Dateien abgelegt und zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder  geladen
und rckbertragen werden.

  MIDIAN ist universell programmiert,  so da Sie es - wie oben beschrieben  -
z.B.  als Bankloader fr beliebige MIDI-Gerte nutzen knnen, ohne da Sie da-
fr verschiedene Programme oder Module bentigen. MIDIAN bietet dazu noch eine
ausfhrliche MIDI-Daten Darstellung und Analyse.  So werden nicht nur die  An-
zahl der Bytes,  die von Ihrem MIDI-Gert empfangen wurden, angezeigt, sondern
es wird auch eine Statistik ber Art und Anzahl der in den  Daten  enthaltenen
Befehle erstellt. Die empfangenen Daten knnen auf dem Bildschirm oder Drucker
ausgegeben werden,  wobei auf Wunsch die MIDI-Bytes,  die eine festgelegte Be-
deutung haben,  kommentiert werden.  Haben sich bei einer  bertragung  offen-
sichtliche Fehler eingeschlichen,  werden diese gemeldet,  und ein Senden oder
Speichern der Daten wird verhindert. Wer schon einmal das Pech hatte, da nach
einer Datenrckbertragung seltsame Zeichen auf der  Gerteanzeige  erschienen
und der gesamte Speicherinhalt verloren war, wird die Datenanalyse zu schtzen
wissen.  Dank der ausfhrlichen Darstellung und Erluterung der Daten wird fr
den MIDI-Interessierten Benutzer eine komfortable Mglichkeit,  in  die  MIDI-
Datenwelt Einblick zu nehmen,  geboten.  Wer  sich  nher  mit  MIDI  befassen
mchte, kann sich im Zusammenspiel mit der beim Autor erhltlichen  Abhandlung
MIDITALK  die  MIDI-Datenwelt  anschaulich  erschlieen.  Vor  Fehlbedienungen
schtzen im Programm einige Sicherheitsabfragen.  Auf diese geht die Anleitung
nicht immer ein; an gegebener Stelle tauchen sie jedoch bei der Anwendung auf.
Besser einmal mehr besttigen, als einmal zuviel lschen...

  Das Programm basiert auf meinen und den Erfahrungen anderer  Musiker.  Daher
hoffe ich, mit MIDIAN das Bedrfnis nach einem universellen Programm zur MIDI-
Datenverwaltung und Analyse befriedigen zu  knnen.  Fr  Anregungen,  Kritik,
Ideen fr mgliche Updates usw.  bin ich jederzeit dankbar. Falls Sie Anfragen
haben (schriftlich!),  denken Sie bitte daran,  einen ausreichend  frankierten
und adressierten Rckumschlag beizulegen.

Mit musikalischen Gren 

                         Alexander Weis, November 1993
 

Adresse des Autors: Im Eichenbhl 18
                    64625 Bensheim  

 


  Dank mchte ich natrlich all jenen sagen,  die mir Tips  zum  Programmieren
gaben,  mir den Speicherinhalt Ihrer Gerte in der Testphase anvertraut  haben
("Ich hoffe Du weit,  was Du da machst ?!") und das fertige Programm auf Feh-
ler durchforstet haben sowie den Firmen  Steinberg,  Doepfer  Musikelektronik,
Musik Meyer,  EMAGIC,  Roland,  Digidesign, dem Musikhaus Crusius in Darmstadt
und der Firma Public Computer in Alsbach-Hhnlein fr die  freundliche  Unter-
sttzung.

  Besonderer Dank gilt Armin Baumgardt,  mit dem ich so manche Computersitzung
verbracht habe,  fr Beratung, Hilfe, Animation und konstruktive Kritik, Anita
Schilz,  die den ganzen Text Korrektur gelesen hat und Ewan Whyte,  der  diese
Anleitung und die im Programm vorkommenden Texte ins Englische bersetzt  hat,
um das Programm ab Dezember 1993 auch  auerhalb  des  deutschen  Sprachraumes
verbreiten zu knnen.


 

Anmerkungen: In der Anleitung kommt hufig der Begriff System  Exclusive  vor,
    der dort Sys-Ex abgekrzt wird.  Genauere Hinweise  zu  den  MIDI-Befehlen
    werden nicht gegeben. Fr den deutschen Sprachraum ist dazu beim Autor die
    Abhandlung MIDITALK erhltlich,  ansonsten verweise ich auf  entsprechende
    Literatur.

      Alle Rechte vorbehalten.  Vervielfltigungen der Anleitung - in  welcher
    Form und mit welchen Mitteln  auch  immer  -  bedrfen  grundstzlich  der
    schriftlichen Genehmigung des Autors.

      Die Informationen in dieser Anleitung werden ohne Rcksicht auf  eventu-
    ellen Patentschutz verffentlicht.

      Das Programm und diese Anleitung wurden mit groer Sorgfalt  geschrieben
    und mehrfach auf korrekte Funktion und  Gehalt  berprft.  Fehler  knnen
    dennoch nicht vollstndig ausgeschlossen werden.  Fr fehlerhafte Funktio-
    nen oder Angaben bernimmt der Autor deshalb keine Haftung.  Das  Programm
    wurde mit dem GFA Basic 3.5 Entwicklungssystem erstellt.

      Es sei darauf hingewiesen, da ein Programmierer von Klngen fr Synthe-
    sizer die Urheberrechte an diesen Klngen besitzt.

      Wenn Sie sich genauer mit MIDI auseinandersetzen wollen, knnen Sie beim
    Autor die Abhandlung MIDITALK erhalten, welche, ausgehend von den Grundla-
    gen,  smtliche MIDI Befehle und die wichtigsten Protokolle erlutert. Die
    Abhandlung (ca.  60 Seiten DIN A5) erhalten  Sie  gegen  Einsendung  eines
    Schecks ber 20 DM an die o.g. Adresse (Bargeldsendungen knnen nicht akt-
    zeptiert werden). 


2 Zuerst einmal
===============

2.1 MIDIAN starten
------------------

Falls Sie absoluter Computer-Einsteiger sind,  lesen  Sie  sich  zunchst  die
grundstzlichen Bedienschritte  in  der  Bedienungsanleitung  Ihres  Computers
nach.  Diese Anleitung setzt elementare Kenntnisse im Umgang mit Dateien, Ord-
nern, Fenstern usw. voraus. Das Programm MIDIAN wird mit einem Doppelklick der
linken Maustaste auf 1_MIDIAN.PRGgestartet.  Beim Programmstart mu sich neben
dem Programm selbst auch die zugehrige Resource-Datei 1_MIDIAN.RSC im gleich-
en  Dateiverzeichnis  befinden.  Nach  einigen  Sekunden  erscheint eine kurze
Information zum Programm, und die Menleiste baut sich auf.

  Stellen Sie die MIDI-Verbindung zwischen dem Atari und dem  MIDI-Gert,  von
welchem Sie Daten empfangen wollen (Atari MIDI-In mit MIDI-Out am  Gert  ver-
binden) bzw. an welches Sie Daten senden wollen (Atari MIDI-Out mit MIDI-In am
Gert verbinden),  her.  Fr MIDI-Requests und mglichst auch fr Sample Dump-
bertragungen mu die volle Verbindung zwischen Atari  und  MIDI-Gert  herge-
stellt werden (jeweils MIDI-In mit MIDI-Out verbinden).

  Die einzelnen Menpunkte knnen entweder in gewohnter  Weise  mit  der  Maus
oder durch eine Tastenkombination angewhlt werden.  Fr die Tastaturbedienung
sind Buchstaben fr die einzelnen Menpunkte festgelegt.  Um die Funktion aus-
zulsen drcken Sie die Control-Taste und gleichzeitig den jeweiligen Buchsta-
ben.  Die Buchstaben sind im Programm beim jeweiligen Menpunkt (z.B. steht ^T
fr die Tastenkombination Control+T) und auch in dieser Anleitung angegeben.

  Das Programm richtet beim Start den Arbeitsspeicher fr die MIDI-Daten auto-
matisch ein.  Die Gre dieser Datenablage richtet sich nach dem freien  Spei-
cherplatz,  der im RAM Ihres Copmputers zur Verfgung steht bzw. im  Multitas-
kingbetrieb nach der zugwiesenen Partitionsgre.  Damit MIDIAN  startet,  mu
der Speicherplatz es erlauben, einen Arbeitsspeicher von mind.  64000 Bytes zu
reservieren (Minimalkonfiguration).   Die  eingerichtete  Arbeitsspeichergre
wird nach dem Programmstart auf der Informationsseite angegeben.

  Die Arbeitsspeichergre beschrnkt die Anzahl der MIDI-Bytes,  die auf ein-
mal empfangen oder geladen werden knnen.


3 Die Programmfunktionen
========================

3.1 Desk
--------

  Unter dem Mentitel  Desk  steht  zunchst  die  obligatorische  Info-Zeile.
Klickt man sie an,  erscheint eine kleine Box,  die an den  Postcardwarestatus
erinnert.  Entweder lt man sich hier nhere Informationen geben oder ist be-
reits mit dieser Box zufrieden.  Haben Sie Accessory-Programme installiert, so
sind diese wie gewohnt hierunter aufgelistet und knnen aufgerufen werden.

3.2 Datei
---------

3.2.1 Laden  ^L
...............

Mit dieser Programmfunktion knnen Dateien  von  den  Datentrgern  Disk  oder
Harddisk in den Arbeitsspeicher des Programmes geladen werden.

  Sind bereits Daten im Arbeitsspeicher vorhanden,  erscheint eine Hinweisbox.
Hier kann man entweder abbrechen oder bestimmen, da die neu zu ladenden Daten
die zu diesem Zeitpunkt im Arbeitsspeicher befindlichen ersetzen sollen.  Sind
keine Sampledaten im Arbeitsspeicher vorhanden, knnen mittels "Ergnzen" auch
Dateien zum bisherigen Arbeitsspeicherinhalt  hinzugefgt  werden,  sofern  es
sich nicht um Sampledateien handelt. Nheres hierzu siehe 3.3.1.

  Zunchst erscheint eine Auswahlbox.  Hier whlt man die Dateiendung, die als
Vorgabe in die Fileselectbox bernommen wird. Zur direkten Auswahl stehen hu-
fig bentigte Endungen sowie ein weiteres Feld,  das editierbar ist. In diesem
Feld knnen Sie ggf.  eine Dateiendung eingeben,  die Sie bentigen. Mehr Hin-
weise zu Dateiendungen stehen unter 3.2.2.

  Hat man die Endung gewhlt,  ffnet sich die Fileselectbox. Bedingung dafr,
da eine Datei eingeladen wird, ist, da es sich entweder um eine Datei im MI-
DIAN-Format handelt,  oder die System  Exclusive  Daten  sptestens  nach  dem
20. Byte in der gewhlten Datei stehen. Dadurch ist es mglich, sehr verschie-
dene Formate einzulesen,  denn die Dateiformate  unterscheiden  sich  oft  nur
durch irgendwelche ergnzende Bytes am Anfang.  Das einfachste Format ist  na-
trlich,  die MIDI-Daten ohne jegliche Zusatzinformation  abzuspeichern.  Wird
eine solche Datei eingelesen,  meldet MIDIAN,  da ein "Standard Dump  Format"
vorlag.  Auch das "Satellit Dump Format" (Steinberg) und natrlich das "MIDIAN
Dump Format" werden erkannt.  Liegt keines dieser Formate vor,  die Datei kann
aber dennoch geladen werden,  so meldet MIDIAN das "Dump Format der Firma  X".
Bei Sampledateien erkennt MIDIAN das "'Soundworks Format",  das "Avalon Sample
Format", das "Sound Designer Format" und das "MIDIAN Sample Format".

  Die Ladezeit fr das MIDIAN Format ist brigens geringer als fr die anderen
Formate, da bei diesen Dateien nicht die Sys-Ex Daten beim Laden herausgepickt
werden mssen.

  *Wichtig*:  Enthlt eine Datei neben den Sys-Ex Messages noch weitere  MIDI-
Befehle - wie z.B.  Note On - werden diese ignoriert und nur die Sys-Ex  Daten
geladen.  Nur Dateien,  die im MIDIAN Format vorliegen,  werden  komplett  mit
smtlichen Befehlen geladen.  Sobald die Dateien eingeladen sind, fhrt MIDIAN
automatisch  eine  Datenanalyse durch.  Diese  Analyse  wird unter Punkt 3.3.5
beschrieben.

  Nicht geladen werden knnen Dateiformate,  bei  denen  die  MIDI-Daten  ver-
schlsselt vorliegen (etwa Steinberg Synthworks Format,  EMAGIC  Soundsurfer).
Fr die Entschlsselung mte man fr jedes Gert entsprechende Module bereit-
stellen,  was aber der Zielsetzung von MIDIAN nach universeller Verwendung wi-
derspricht.

3.2.2 Sichern  ^S
.................

Mit dieser Programmfunktion knnen die Daten aus dem Arbeitsspeicher auf  Disk
oder Harddisk abgespeichert werden. Folgende Bedingungen sind zu erfllen, da-
mit das Programm Daten speichert:

Im Arbeitsspeicher 

 - drfen keine System Realtime Befehle stehen, 

 - mu die Anzahl der Begin- und End of Sys-Ex Markierungen bereinstimmen, 

 - mu das MIDI Format durch die Daten erfllt werden (wird  bei  der  Analyse
   untersucht und gemeldet). 

Beim Speichern werden grundstzlich zwei Arten von Daten unterschieden: 

"Normale" MIDI Daten: Diese knnen in drei  verschiedenen  Formaten  abgespei-
    chert werden:  das "Standard Dump  Format",  das  "Satellit  Dump  Format"
    (beide nur fr Sys-Ex Daten) und natrlich das "Midian Dump Format".  Sind
    keine Sys-Ex Daten im Arbeitsspeicher vorhanden,  so  wird  die  zu  spei-
    chernde Datei automatisch im "Midian Dump Format" gespeichert  und  erhlt
    die Endung *.DMP.  Sind Sys-Ex Daten zusammen mit anderen Daten  oder  nur
    Sys-Ex Daten im Arbeitsspeicher (wird bei der Datenanalyse angezeigt),  so
    erscheint zunchst eine Auswahlbox. In dieser Box whlt man das Format, in
    dem man die Datei abspeichern mchte (es sei nochmals betont,  da nur das
    Midian Dump Format smtliche MIDI-Daten und Befehle  abspeichert,  whrend
    die anderen Formate nur Sys-Ex Daten speichern).  In dieser Box wird  auch
    die Dateiendung der zu speichernden Datei angegeben. Zur Auswahl steht ne-
    ben den hufig bentigten Endungen *.SND,  *.BNK und *.DMP auch  ein  edi-
    tierbares Feld,  in dem Sie ggf.  eine weitere Dateiendung angeben knnen.
    Die Endungen sind - im Gegensatz zum Laden - verbindlich und werden in je-
    dem Fall angehngt,  so da z.B.  beim Konvertieren in ein anderes  Format
    die alte Endung nicht von Hand gendert werden mu,  auch wenn sie in  der
    Fileselectbox noch angezeigt wird.

Sample Daten: Befinden sich im Arbeitsspeicher Daten,  die mit dem Sample Dump
    Standard in der Sample Page empfangen wurden,  ffnet sich  nach  Anwhlen
    des Menpunktes "Speichern" zunchst noch einmal die Oberflche der Sample
    Page. Hier  knnen  Einstellungen  zum Sample gemacht werden (siehe 3.3.4).
    Im Gegensatz zum Menpunkt Sample Page sind die beiden Felder  im  Zentrum
    nun nicht mit "Sample Send" und "Sample Receive", sondern mit "MIDIAN Sam-
    ple Format" und "Avalon Sample Format" beschriftet. Je nachdem, in welchem
    Format die Datei gespeichert werden soll,  whlt man nun eines der  beiden
    Felder an.  Sample Dateien erhalten automatisch immer  die  Endung  *.SMP.
    Bitte beachten Sie,  da die Wortbreite fr  Avalon Dateien maximal 16 Bit
    betrgt. Das Sound Designer Format kann MIDIAN nur einladen, jedoch  nicht
    exportieren.

  Das "Satellit Dump Format" ist das Format,  das das  Programm  Satellit  der
Firma Steinberg in der Dump Utility speichert und  ldt.  Das  "Avalon  Sample
Format" gehrt zum Sample Editor Programm "Avalon" der  Firma  Steinberg.  Das
Sound Designer Format gehrt zum Sample Editor "Sound Design" und  dem  Sample
Synthesizer Programm "Turbosynth" der Firma Digidesign (Dateiendung gewhnlich
*.SD). An dieser  Stelle noch  mal ein dickes  Dankeschn fr die  freundliche
Untersttzung durch  Steinberg  und  Digidesign bei der Erstellung dieses Pro-
grammes durch die berlassung entsprechender Unterlagen.

3.2.3 Entfernen  ^E
...................

Entfernt werden beim Anwhlen dieses Menpunktes die zuletzt in  den  Arbeits-
speicher geladenen oder mittels Receive empfangenen Daten,  falls mehrere  Da-
tenpakete unabhngig empfangen/eingeladen wurden.

  Wie in der  Anleitung  zu  Receive  (3.3.1)  beschrieben, ist es mit  MIDIAN
mglich, mehrere Dateien zu einer Datei zusammenzufassen. Falls man bei dieser
Aktion nun einen  Datenfehler beim  Empfang  kassiert  oder  versehentlich die
falsche Datei  hinzuldt,  mu man dank dieser Funktion nicht noch einmal ganz
von vorn beginnen, sondern man kann die jeweils zuletzt  eingeladenen oder em-
pfangenen Daten wieder entfernen.

3.2.4 Lschen  ^D
.................

Diese Programmfunktion ist eine Hilfe,  mit der man - um Platz zu  schaffen  -
aus dem Programm heraus Dateien auf der Disk/Harddisk lschen kann,  ohne  da
man dafr das Programm verlassen mu.~

*Vorsicht:* Dateien und die darin enthaltenen Daten sind unwiderruflich verlo-
ren.  Also nur wohlberlegte Lschungen ausfhren! Eine Box fragt deshalb  si-
cherheitshalber noch einmal nach. Falls man bewut mehrere Dateien lschen m-
chte, kann man diesen Warnhinweis durch Anwhlen des Feldes "Weitere" umgehen.

  Die Funktion wird beendet,  wenn man die Fileselectbox  mit  "Abbruch"  bzw.
"Cancel" verlt.

3.2.5 Programmende  ^Q
......................

An dieser Stelle kann man MIDIAN wieder verlassen;  allerdings  erst,  nachdem
man eine fast flehende,  den Trennungsschmerz ins Unermeliche steigernde  Si-
cherheitsabfrage mit einem eiskalten "Klar" beantwortet hat.

3.3 Dump
--------

3.3.1 Receive  ^R
.................

Diese Programmfunktion ist gewissermaen das Kernstck von MIDIAN.  Zu  Beginn
werden Sie aufgefordert,  einen Dump manuell am Gert auszulsen.  MIDI Gerte
bertragen ber den MIDI-Out Anschlu Daten,  die andere MIDI  Gerte  steuern
oder einstellen (z.B.  Note- und Controller Befehle).  Mchte man  MIDIAN  als
Bankloader einsetzen,  so sind die bertragenen Sys-Ex  Daten  von  Interesse,
weil diese die Parameter von Effekteinstellungen, Klngen o.. beinhalten.

  Um diese zu bertragen, mu man am Gert das Senden der Daten manuell ausl-
sen (funktioniert bei vielen Gerten auch durch Anforderung per  MIDI-Request,
siehe 3.3.2). Sobald nun MIDI-Daten von einem  angeschlossenen Gert empfangen
werden,  liest die Receive Funktion die Daten in den Arbeitsspeicher.  Beendet
wird das Einlesen,  falls lngere Zeit keine MIDI-Daten mehr  eintreffen  oder
der Arbeitsspeicher voll ist.  Danach wird automatisch  die  Datenanalyse  ge-
startet,  um die empfangenen Daten zu untersuchen.  Diese Funktion sollte  mit
allen MIDI- Gerten zusammenarbeiten, die sich...

 1.) an den MIDI Standard halten, 

 2.) die Sys-Ex Daten in einem Paket abwerfen (One Way Dump),  da fr eine so-
     genannte Handshake bertragung (Frage- und Antwortspielchen)  MIDIAN  fr
     jedes einzelne Gert Module bereit stellen mte. Das wrde aber der uni-
     versellen Auslegung widersprechen. 

Leider ist bei der bertragung der  MIDI-Daten  die  Phantasie  mit  den  Her-
stellern bei der Namensgebung ein wenig durchgegangen, so da es unzhlige Be-
zeichnungen fr diese Funktion gibt,  die aber meist  die  Worte  "Bulk"  oder
"Transmit" enthalten.  Dann beginnt oft erst die Qual der Wahl,  weil man  nun
whlen darf(!!),  was man  denn  senden  will.  Patches,  Tones,  Banks,  Kits
usw. lassen sich bertragen,  nur leider sind sich auch  hier  die  Hersteller
nicht einig geworden.  Was beim einen das Patch,  nennt der andere Bank...Hier
hilft nur ein tiefer Blick in die Bedienungsanleitung  und  falls  sich  diese
"Users Manual" schimpft, ein ebensolcher ins Wrterbuch.

  Sind bereits Daten im Arbeitsspeicher vorhanden,  so lassen sich weitere Da-
ten durch Receive oder von Diskette hinzuladen. Dadurch wird es mglich, ganze
MIDI-Setups mit verschiedenen Gerten in einer einzigen Datei abzulegen.  Sind
alle Gerte ber eine MIDI-Kette verbunden, braucht man nur die Setup-Datei zu
laden und mit der  Send-Option  abzuschicken.  Durch die Adressierung  mittels
Device ID# innerhalb der  Sys-Ex  Daten pickt sich jedes Gert  bei  korrekter
Einstellung (3.3.3) die richtigen Sys-Ex  Daten aus dem Paket heraus.  So kann
man sich fr das  MIDI-Rack z.B. ein  Live- und ein Homerecording Setup zusam-
menbasteln, die das  Umprogrammieren  der  Einstellungen  erheblich  einfacher
gestalten und beschleunigen. Sample Dateien knnen nicht hinzugeladen werden.

  Die System Realtime Befehle Active Sensing und Timing Clock werden vom  Pro-
gramm ignoriert,  da diese Befehle zwischen Sounddaten  geraten  knnten,  was
Fehlbertragungen bzw. bei MIDIAN eine Verhinderung der bertragung zur  Folge
htte. Diese Befehle dienen ohnehin der Kommunikation der Gerte untereinander
und sind fr den Benutzer nur insoweit von Interesse,  als bei  entsprechendem
Betrieb die Befehle von Gerten verschickt werden. Das lt sich mit dem Men-
punkt Active/Clock (siehe 3.6.3) berprfen.

3.3.2 Request  ^G
.................

  Wird dieser Menpunkt angewhlt, so erscheint auf dem Bildschirm die Request
Seite.  Die Request Seite bietet die Mglichkeit,  12 verschiedene Sys-Ex  Re-
quests zu editieren,  verwalten und senden.  Das Wort Request stammt (wie alle
"deutschen" Begriffe der Musik) aus dem Englischen und  bedeutet  hier  soviel
wie anfordern.  Viele Gerte bieten die Mglichkeit, sich die Gertedaten ber
MIDI-Requests anzufordern.  Bei einigen Gerten ist der Request sogar die ein-
zige Mglichkeit,  an die Daten zu gelangen. Dabei wird vom Empfnger zunchst
eine  fr  den  jeweiligen  Sender  fest  definierte  Zahlenfolge  -  die  Re-
quest-Message - bertragen.  Empfngt der Sender diese Zahlenfolge am MIDI-In,
so sendet er die "angeforderten" Daten an den Empfnger.  Im Gegensatz zum un-
ter Punkt 3.3.1 beschriebenen  Vorgang mu man also beim Sender nicht erst ins
entsprechende Gertemen gehen,  um von dort den Dump manuell auszulsen, son-
dern es lt sich alles von Empfngerseite - in diesem Fall vom  Atari  aus  -
regeln (ach ja,  einschalten sollte man das Sendegert schon...).
 
  Um es  gleich  vorwegzunehmen:   MIDI-Request  Nachrichten  sind  nichts zum
Spielen.  Vielmehr sollten nur Benutzer, die sich in Sachen MIDI gut auskennen
versuchen, eigene Requests fr Gerte zu erstellen.  Daher befindet sich schon
eine Auswahl fertiger Single Requests auf der MIDIAN-Diskette. Diese  Requests
mssen evtl. noch etwas an den eigenen MIDI-Aufbau  angepat  werden. Das  ist
aber leicht zu bewerkstelligen.  Fr die Erstellung eigener Requests haben die
meisten Hersteller  mittlerweile  im Anhang  ihrer  Bedienungsanleitungen  ein
Kapitel der MIDI-Kommunikation  gewidmet.  Es ist aber  - je nach Hersteller -
nicht immer gerade leicht,  sich hier die  entsprechenden  Angaben zusammenzu-
suchen (Ausnahme, die in diesem  Fall die Regel besttigt: Korg  Bedienungsan-
leitungen...Lob, Lob!). Ein Vergleich mit einem in der Library fr ein anderes
Gert des gleichen Herstellers vorhandenen Request kann auf keinen Fall  scha-
den,  da die Hersteller meist ein recht einheitliches Format fr  verschiedene
Gerte verwenden. 

Allgemeines zur Bedienung: Die Request Seite besitzt 12 Gruppen, bestehend aus
    je einem Nummernfeld,  einer "Send" Taste und einem Informationsfeld.  Das
    Informationsfeld des jeweils gerade aktivierten Requests  wird  invertiert
    angezeigt.  Die Daten (Informationsfeld Inhalt,  eigentlicher Request  und
    Dateiname) des jeweils aktiven Requests kann man  im  gesonderten  Request
    Editor bearbeiten.  Einen anderen Request whlt man an,  indem man das je-
    weilige Informationsfeld anklickt. 

MIDI-Request Daten editieren: Die Daten eines jeden Requests knnen direkt  im
    Programm mit dem Request Editor bearbeitet werden.  Zum  editieren  whlen
    Sie zunchst das Informationsfeld des zu editierenden Requests  an.  Falls
    sie das Feld mit einem Doppelklick angewhlt haben,  ffnet sich  der  Re-
    quest Editor sofort,  ansonsten whlen Sie noch das Feld "Edit" unter  den
    12 Request Feldern an. Der Request Editor bietet Ihnen nun die Mglichkeit
    die Request Zahlenkette als Folge von Hexadezimalzahlen einzugeben.  Diese
    Zahlendarstellung ist zwar nicht jedem  gelufig,  aber  in  Bedienungsan-
    leitungen derart verbreitet,  da sie zur Eingabe sinnvoll erschien.  Ins-
    gesamt knnen bis zu 70 Zahlen,  verteilt auf 4 Zeilen, eingegeben werden.
    Fr die meisten Requests drfte eine Zeile jedoch  ausreichend  sein.  Ein
    senkrechter Strich gibt die momentane Cursorposition an.  Der Cursor  kann
    mittels der Pfeiltasten an die gewnschte Stelle gesteuert  werden.  Fehl-
    eingaben knnen mit Backspace,  Delete und Escape (ganze  Zeile)  gelscht
    werden.  Das erste ($F0) und das letzte Byte ($F7)  stehen  bereits  fest.
    Diese sind bei MIDI-Request- Nachrichten immer  gleich  und  mssen  daher
    auch nicht extra  eingegeben  werden.  Bei  der  Eingabe  der  dazwischen-
    liegenden Zahlen beachten Sie bitte,  da einstellige  Zahlen  durch  Vor-
    stellen einer 0 zweistellig gemacht werden mssen.  Leider kann aus  syst-
    embedingten Grnden nicht der Komfort geboten werden,  da der Cursor beim
    erreichen des Zeilenendes automatisch in die nchste  Zeile  springt.  Die
    entsprechenden Routinen des Atari Betriebssystemes sind leider  nicht  auf
    zusammenhngende,  mehrzeilige Eingabefelder vorbereitet. Als kleine Hilfe
    werden die Eintragungen aller 4 Zeilen vom Programm automatisch  zusammen-
    gesetzt,  so da Sie durchaus auch mal Lcken lassen drfen.  Der Wertebe-
    reich der Zahlen eines Requests kann aus Grnden der MIDI  Definition  nur
    zwischen 0-127 ($00-$7F) liegen, was vom Programm auch berprft wird. Als
    kleinen Partisanentrick habe ich aber die Werte 240 ($F0)  und  247  ($F7)
    dennoch zur Eingabe freigegeben,  da auf diese Weise mehrere einzelne  Re-
    quests innerhalb eines sog. Single Requests auftreten knnen, obgleich die
    Namensgebung dann etwas hinkt. Ntzlich ist das z.B. bei Gerten der Marke
    Roland um die vielen einzelnen Requests etwas kompakter zu  halten  -  die
    Gerte spielen jedenfalls mit! 

Informationsfeldinhalt editieren: Die Textinformation in den Info Feldern  der
    Request Seite kann maximal 35 Zeichen lang sein.  Der Text wird  ebenfalls
    im Request Editor editiert.  Dazu whlt man das Textfeld mit  einem  Maus-
    klick an. Das Textfeld erscheint daraufhin invertiert und kann nun vernd-
    ert werden. Beenden kann man diesen Editiervorgang durch erneutes anwhlen
    des Textfeldes per Mausklick oder drcken der Return-Taste. Als Informati-
    onstext knnen Sie  beliebige  Kurzinformationen  zum  jeweiligen  Request
    schreiben. Empfehlenswert ist natrlich eine Angabe ber das Gert und die
    Daten,  die mit  dem  Request  angefordert  werden.  Das  ermglicht  eine
    schnelle bersicht ber die aktuell  geladenen  Requests  in  der  Request
    Seite. 

Dateinamen editieren: Sowohl der Dateiname der Setup Datei (rechts  oben)  als
    auch die Dateinamen der Single Request (links unten auf Request Seite bzw.
    rechts oben im Request Editor) lassen sich  verndern.  Die  Namen  knnen
    nach Anwhlen des Namensfeldes mit der Maustaste editiert werden. Die Ein-
    gabe des neuen Namens mu mit Return beendet werden.  Die  Namen  der  Re-
    quests und des Setups werden in die Fileselectboxen bernommen. Wurde kein
    Name angegeben,  wird automatisch der  beim  Abspeichern  verwendete  Name
    bernommen. 

Request Dateien laden und speichern: Ein einzelner Request nennt  sich  Single
    Request,  die Gesamtheit aller Requests wird als Request Setup bezeichnet.
    Die Requests sind von 1-12 durchnumeriert.  Am unteren Rand  der  Request-
    Seite befinden sich Felder, die dem Speichern und Laden von Single Request
    (der jeweils aktive Request wird geladen bzw. gespeichert) und Request Se-
    tups dienen. Nach dem Anwhlen eines Feldes erscheint die gewohnte Filese-
    lectbox.  Die Dateiendungen *.SRQ (Single Request) und *.RQS (Request  Se-
    tup) sind verbindlich und werden vom Programm automatisch  angehngt.  Die
    Zugriffspfade auf die Dateien  sind  unabhngig,  so  da  die  Verwendung
    zweier Ordner "Single" und "Setup" sehr bequem ist. 

Anpassen der Dateien aus der Library: Aus o.g. Grnden sind  auf  der  MIDIAN-
    Diskette bereits viele Single- Request Dateien vorhanden,  die sich in den
    Editor einladen lassen. Die fertigen Requests mssen Sie evtl. noch an Ih-
    ren MIDI-Aufbau anpassen.  Die Anpassung betrifft zumeist  das  Einstellen
    der richtigen Device ID# (Manche Hersteller bezeichnen  es  auch  als  Ex-
    clusive Channel,  obwohl es laut der MIDI Spezifikation eigentlich  nichts
    mit dem MIDI Kanal zu tun hat und es sich auch in der Praxis  anders  ver-
    hlt). Die Device ID# ist in der Library immer auf 1 eingestellt. Die Ken-
    nung ist blicherweise in der Zahl nach $F0 und der  Hersteller  ID#  (ein
    oder drei Zahlen, siehe z.B. Tabellen im Anhang der Abhandlung  MIDITALK).
    Die zweite Stelle  dieser Zahl ist in der  Library immer  0  (entsprechend
    ID# 1, da hier genau wie bei den MIDI-Kanlen am Gert die um eins erhhte
    Dezimalzahl  angezeigt wird).  Die gewnschte  Device ID#  addiert man nun
    einfach zu dieser Zahl (Hexadezimal!! Ein entsprechend  ausgersteter  Ta-
    schenrechner kann dabei behilflich sein).  Die Device ID# lt sich  bli-
    cherweise im Bereich 1-16, also hexadezimal zwischen $0-$F whlen,  einige
    Gerte lassen aber noch mehr Einstellungen zu.

      Sollte an einer Stelle ein XX auftauchen,  deutet dies  an,  da  dieses
    Feld variabel ist.  Das XX ist ein Platzhalter,  z.B.  fr die Nummer  des
    Klanges,  der angefordert wird. Dieses XX mu vor dem Senden natrlich ge-
    gen eine entsprechende Nummer ausgetauscht werden.  Zum Probieren ist  die
    Zahl $00 empfehlenswert.

      Eine Zusammenstellung  von  derartig  an  Ihren  MIDI-Aufbau  angepaten
    Single Requests knnen Sie als Request Setup abspeichern.  Die Single  Re-
    quests aus der Library sollten Sie der bersicht  halber  nicht  verndert
    berschreiben.  Das von Ihnen am hufigsten bentigte Request Setup knnen
    Sie als Datei "DEF.RQS" abspeichern.  Steht diese Datei auf  der  gleichen
    Ebene wie das Programm MIDIAN, so wird dieses Setup beim Programmstart au-
    tomatisch in den Request Editor eingeladen. 

Request senden: Das Senden eines einzelnen Request erfolgt einfach  durch  An-
    whlen des Feldes "Send" vor der jeweiligen Info-Zeile.  Der  Request  mu
    dazu nicht aktiviert sein.  Das Programm sendet den entsprechenden Request
    an das angeschlossene Gert und wartet auf eingehende Daten.  Werden Daten
    empfangen,  so wird die Request-Seite automatisch verlassen, und die Daten
    werden mit der Receive Funktion eingelesen. 

Automatisches Senden mehrerer Requests: In einigen Fllen  ist  es  wnschens-
    wert,  mehrere Requests automatisch hintereinander  abzuschicken.  So  ist
    z.B.  der Speicherinhalt bei Gerten der Marke Roland  hervorragend  ber-
    sichtlich strukturiert,  es lassen sich aber  immer  nur  zusammenhngende
    Speicheradressen ansprechen.  Das hat zur Folge, da der bequeme Menpunkt
    "Send All Data",  den man am Gert selbst nutzen kann,  ber  MIDI-Request
    nicht mglich ist,  da die entsprechenden Speicherbereiche nicht zusammen-
    hngen.  Da hilft kein Jammern,  da eine Definition eines derartigen  Re-
    quests fr den Hersteller ein leichtes wre, denn jeden Request einzeln zu
    schicken ist wohl umstndlicher,  als am Gert die Funktion manuell auszu-
    lsen, wodurch der Vorteil des Requests dahin ist. Das Feld  mit der viel-
    versprechenden berschrift "All" bernimmt diese Ttigkeit.  Die  Requests
    werden  nacheinander von 1-12 gesendet.  Unterbrochen  wird diese  Aktion,
    falls in  einem  Request-Feld  keine Daten mehr stehen  (daher  gewnschte
    Requests "von oben auffllen") oder eben 12 Requests gesendet wurden.  Der
    jeweils folgende Request wird abgeschickt, nachdem entsprechend  Daten em-
    pfangen wurden.  Sollte eine Request  Anforderung  innerhalb einer solchen
    Kette mal nicht zu einer Antwort fhren,  kann man entweder mit der linken
    Maustaste den nchsten Request manuell auslsen oder mit der rechten Maus-
    taste die Funktion abbrechen. Wenn mittels einer solchen Request-Kette die
    Daten verschiedener Gerte gleichzeitig angefordert werden sollen,  mssen
    die MIDI-Out Anschlsse der Gerte ber einen  MIDI-Merger an den  MIDI-In
    des Atari angeschlossen werden,  damit fr jedes  einzelne Gert die volle
    MIDI Verbindung In-Out hergestellt ist. Als Beispiel ist im Ordner "Setup"
    des MIDIAN  Paketes die Datei  U20_ALL. RQS gespeichert,  die den gesamten
    Memory Bereich eines auf Device ID# 1 eingestellten Roland U-20 anfordert.
    Wie bereits oben erwhnt, lassen sich bei Roland  Gerten mehrere einzelne
    Requests problemlos in einer einzigen Single Request Datei verwalten. Dazu
    sind  als  Beispiel im  Single Request Ordner  die  Dateien  U220_ALL.SRQ,
    U220_T1.SRQ  und  U220_T2.SRQ enthalten.  In diesen drei Dateien sind alle 
    Request  enthaltenen,  um sowohl die Memory- als auch die  Temporary-Daten
    eines auf Device  ID# 1  eingestellten Roland U-220 anzufordern. 

Request-Seite verlassen: Der Reuqest-Seite wird verlassen,  wenn entweder nach
    einem Request-Send Daten empfangen wurden oder das  Feld  "Exit"  mit  der
    Maustaste angewhlt wurde. 

3.3.3 Send  ^T
..............

Send ist das "Gegenteil" der Empfangsfunktionen. Im Arbeitsspeicher vorhandene
Sys-Ex Daten (und nur diese!) werden am  MIDI-Out  des  Atari  Computers  aus-
gegeben und knnen somit an ein angeschlossenes Gert (rck)bertragen werden.
Die Bedingungen,  da berhaupt etwas gesendet wird, entsprechen denen fr das
Abspeichern (siehe 3.2.2). Hinzu kommt, da nun zwingend Sys-Ex Daten vorhand-
en sein mssen. Die bertragung aller anderen Datenarten macht  nur mit  einem
zeitlichen Bezug Sinn, wie ihn etwa die Sequenzer mit einer internen Clock ha-
ben.  Weil MIDIAN die Daten jedoch ohne zeitlichen Bezug empfngt,  macht  nur
die Rckbertragung der Sys-Ex Daten Sinn.

  Damit eine Datenrckbertragung an ein Gert gelingt,  mu man am  Empfangs-
gert blicherweise die gleiche Device ID# einstellen,  die auch bei der Hin-
bertragung eingestellt war.  Weil aber nur die ueren Bytes von Sys-Ex  Nach-
richten standardisiert sind,  haben die Hersteller weitgehend freie Hand. Des-
halb kann MIDIAN die Device ID# nicht absolut sicher erkennen.  Auf dem  Bild-
schirm wird sowohl die wahrscheinliche Device ID# als auch  (falls  das  Gert
keine Device ID# zum Einstellen zur Verfgung stellt)  der  vermutliche  MIDI-
Kanal fr Sys-Ex Kommunikation angegeben. Sollte es bei Ihrem Gert nicht mg-
lich sein,  die Device ID# auf den angegebenen Wert einzustellen,  drfte  die
MIDI-Kanalangabe relevant sein. Funktioniert die bertragung dennoch nicht, so
hilft nur probieren.  Heier Tip ist aber immer Kanal 1,  da besonders  ltere
Gerte ihre gesamte Sys-Ex Kommunikation ber  diese  Device  ID#  (bzw. Kanal
auch wenn's eigentlich gar keiner ist) laufen  lassen.  Vergessen  Sie  nicht,
evtl. am  Gert  vorhandenen  Speicherschutz  oder  Sys-Ex  Datenfilter  abzu-
schalten.  Mgliche weitere notwendigen Einstellungen entnehmen Sie der jewei-
ligen Bedienungsanleitung.

  Bei der bertragung wird auf dem Bildschirm ein  Balken  dargestellt,  durch
den sich abschtzen lt,  wie lange die bertragung noch dauert. Lst man die
bertragung aus und hat evtl. vergessen beim Empfnger den Speicherschutz aus-
zuschalten oder einfach keine MIDI-Verbindung verkabelt,  wre  es  rgerlich,
einem ewig langen Dump zusehen zu mssen.  Daher lt sich die bertragung mit
der rechten Maustaste abbrechen.  Diese Option sollte aber wirklich  nur  dann
benutzt werden,  wenn der Empfnger offensichtlich keine Daten empfngt.  Wenn
man mitten in der bertragung einfach abbricht kann sich da  -  je  nach  Her-
steller und Datenorganisation im Gert - die ein oder andere MIDI-Kiste  krf-
tig verschlucken!

  MIDIAN eignet sich durch die Funktionen Receive  bzw. Request,  Send,  Laden
und Sichern als universaler Bankloader (oder Patchloader, Soundloader...). Das
funktioniert,  weil die Gerte als Sys-Ex Dump genau die Daten senden, die man
wieder rckbertragen mu,  um den Speicherinhalt zum Zeitpunkt des  Empfanges
der Daten wiederherzustellen.  Das Gert mu dafr in der Lage sein, die Daten
auf einmal (One Way Dump) zu bertragen,  was aber die blichste bertragungs-
form darstellt.  Dadurch ist es mglich,  beliebig viele Speichereinstellungen
auf Disk/Harddisk zu archivieren.  Das Gegenteil einer One Way bertragung ist
das Handshake Verfahren,  welches  allerdings  eine  individuelle  Programman-
passung an jedes Gert erfordern wrde.

3.3.4 Sample Page  ^P
.....................

Die Sample Page ist eine graphische Oberflche,  die smtliche  Bedienelemente
zur bertragung  von  einzelnen  Samples  mit  dem  "MIDI  Sample  Dump  Stan-
dard"enthlt. Diese Mglichkeit ist nicht nur im Betrieb mit Samplern interes-
sant,  vielmehr bieten in letzter Zeit auch immer mehr  Keyboards  und  andere
Tonerzeuger ein Sample RAM,  in den z.B.  kurze Wellenformen eingeladen werden
knnen  (z.B. Yamaha SY-99) Sofern diese Gerte das  MIDI Sample Dump Standard
Protokoll  beherrschen,  knnen auch diese  Gertedaten mit  MIDIAN  verwaltet
werden.

  Die genauen Funktionen und Ablufe bei dieser bertragung sind  in  der  Ab-
handlung MIDITALK beschrieben. Grundstzlich geht das Programm von einer Close
Loop bertragung aus,  pat sich aber automatisch einer Open Loop  bertragung
an.  Beachten Sie bitte,  da der Sample Dump Standard nur die Sampledaten und
Loop Punkte bertrgt. Einstellungen wie Multisamples, Originaltonhhe, Tasta-
turbereich etc. mssen nachtrglich wieder gesetzt werden.  Wenn  Sie  Samples
weitergeben,  ist es daher sinnvoll,  derartige Parameter ggf. ins Notepad  zu
schreiben.  Der Inhalt des Notepads ist bei exportierten Avalon  Dateien  auch
Avalon-Besitzern zugnglich.

Nachfolgend sind die Features der Sample Page beschrieben: 

Voreinstellungen: Im linken Teil der Bedienoberflche sind mehrere Felder,  in
    denen sich mit der Maus (linke Maustaste halten bzw. rechte Taste  zustz-
    lich fr schnelle nderung drcken) Werte  verndern  lassen.  Vernderbar
    sind Wortbreite,  die Samplenummer und der MIDI-Kanal. Die Vernderung der
    Wortbreite ist fr im Speicher befindliche Samples  wirksam,  wodurch  ein
    Austausch von Samples zwischen Gerten  mit  unterschiedlicher  Wortbreite
    ermglicht wird.  Die Differenz der Wortbreite sollte nicht zu gro  sein,
    da sich durch unvermeidbare Rundungsfehler beim Umrechnen  hrbare  Klang-
    verflschungen  ergeben  knnen.  Wortbreiten von 8 - 28 bit  knnen  ver-
    arbeitet werden.  Die  Konvertierung  der  Wortbreite  erfolgt  nicht  de-
    struktiv,  so da die Sampledaten im Arbeitsspeicher von der Konvertierung
    unberhrt bleiben und weiterhin in Originalwortbreite abgelegt  sind.  M-
    chte man die Wortbreite dauerhaft ndern,  mu die Datei  unter  "Sichern"
    abgespeichert werden.  Beim Abspeichern  erscheint  ebenfalls  die  Sample
    Page,  so da die Wortbreite fr MIDIAN Sample Format Dateien im oben  ge-
    nannten Bereich gewhlt werden kann; fr Avalon-Dateien sind nur Wortbrei-
    ten zwischen 8 und 16 bit zulssig. Bei der Wahl der Samplenummer beachten
    Sie bitte,  da das Programm bei Sample Nr.1 beginnt.  Sollte der Speicher
    Ihres Samplers ein Programm 0 haben (z.B. Akai), so mssen Sie, um ein be-
    stimmtes Programm anzufordern, die um eins erhhte Dezimalzahl angeben. 

Sample Send: Sind im Arbeitsspeicher Sample Daten vorhanden,  so werden  diese
    nach Anwhlen dieses Feldes gesendet.  Dazu geht das Programm zunchst  in
    Empfangsbereitschaft  fr  eine  entsprechende  Sample-Request  Nachricht.
    Falls diese nicht zu erwarten ist,  kann man mit der rechten Maustaste den
    Ablauf fortsetzen. Nach der bertragung des Headers werden die Sampledaten
    paketweise bertragen. 

Sample Receive: Nach Anwhlen dieses Feldes wird zunchst die  Sample  Request
    Nachricht unter Bercksichtigung der getroffenen  Voreinstellungen  gesen-
    det. Danach wartet das Programm auf den Sample Header und liest die Sample
    Daten ein. 

Multiple Loop Points: MIDIAN verwaltet zusammen mit dem Sustain Loop insgesamt
    8 Loop Punkte. Dies sind (nicht ganz zufllig) genauso viele wie beim Pro-
    gramm Avalon.  Daher ist ein problemloses Ex- und Importieren von  Avalon-
    Dateien mglich.  Die  Anforderung  der  Loop  Punkte  folgt  bei  "Sample
    Receive" mit einem "Send all Loops" Request.  Bei "Sample  Send"  wird  im
    Close Loop Betrieb eine ebensolche Nachricht nach der bertragung der Sam-
    pledaten erwartet,  falls mehr Loops als der ohnehin im normalen Dump Hea-
    der vorhandene Sustain Loop vorliegen. Die MIDI Protokolle zur bertragung
    von Multiple Loop Points werden aber offensichtlich nur von wenigen  Ger-
    ten verstanden.  Akai Sampler verwalten  z.B.  ebenfalls  bis  zu  8  Loop
    Punkte,  beherrschen aber dieses Zusatzprotokoll nicht, so da man am Emp-
    fnger wieder Hand anlegen mu.  Als Trost bleibt die Tatsache,  da  mehr
    als ein Loop Punkt in einem Sample wohl eher die Ausnahme ist. 

Balken- und Informationsfenster: Weil die bertragung von Sampledaten ber die
    MIDI Schnittstelle eine relativ langwierige Angelegenheit  ist,  sind  auf
    der Oberflche der Samplepage Informationsfelder eingerichtet, die dem Be-
    nutzer zeigen,  ob er sich noch einen Kaffee kochen kann oder  nicht.  Die
    Balkenanzeige gibt whrend Sample Send oder Sample Receive Operationen an,
    wie weit die bertragung der Daten bereits erfolgt ist.  Im  Informations-
    fenster stehen Instruktionen und Hinweise zum momentanen  Betriebszustand.
    Auch der Grund fr einen Abbruch bei Fehlbertragungen wird darin  angege-
    ben. 

Leider gibt es auch unter den Samplern ein paar "schwarze  Schafe",  die  sich
nicht (zumindest nicht ganz) an den Sample Dump Standard halten (z.B.  Akai S-
900, Roland S-330). Die Besitzer der Gerte werden diesen Umstand sicher schon
mehrfach bedauert haben und auch bei diesem Programm muten diese Gerte unter
den Tisch fallen,  da sie fr Versuche nicht zur Verfgung standen.  Die  Her-
steller trifft in diesem Fall aber keine Schuld, da die Gerte vor der Festle-
gung des Sample Dump Standards (Ergnzung zum MIDI Protokoll!) im Mai 1987 auf
den Markt gekommen sind und sich daher nicht an Vorschriften  halten  konnten,
die es gar nicht gab - sorry!

3.3.5 Analyse  ^A
.................

 Die Funktion Analyse erstellt eine Statistik ber die im Arbeitsspeicher ent-
haltenen MIDI-Daten und wird beim Empfang und Laden von Daten automatisch auf-
gerufen.  Ruft man diesen Menpunkt manuell auf, erscheint diese Statistik er-
neut.

  Die Statistik nennt die Anzahl der empfangenen Bytes,  Art  der  enthaltenen
Befehle und Anzahl des Auftretens sowie - soweit mglich - den MIDI-Kanal, auf
dem die Befehle empfangen wurden.  Die Kanalangabe bezieht sich dabei  (sollte
der gleiche Befehl auf verschiedenen Kanlen empfangen worden  sein)  auf  den
zuletzt empfangenen Befehl.  Die Datenanalyse ermglicht einen schnellen ber-
blick ber die im Arbeitsspeicher enthaltenen Daten.  Werden vom Programm  of-
fensichtliche bertragungsfehler erkannt, so werden diese in invertierter Dar-
stellung gemeldet.

  Gerrte von Roland werden bei der bertragung von  Sys-Ex  Daten  Prfsummen
verwendet, die von MIDIAN berprft werden. Erkannte Fehler werden in der Ana-
lyse gemeldet.  Diese verhindern aber weder ein Senden noch das Speichern  der
Daten,  da die Fehler sehr geringfgig sein knnen,  z.B.  wurde nur ein  Wert
falsch bertragen oder eine besonders kurze Sys-Ex Nachricht enthlt gar keine
Prfsumme,  was das Programm nicht merken wrde.  Wird ein solcher Fehler beim
normalen Empfang eines Dumps gemeldet,  sollte man den Empfang jedoch sinnvol-
lerweise gleich noch einmal wiederholen. Weil dies bei Daten auf Diskette, die
man evtl. gerade aus Amerika geschickt bekam,  kaum mglich ist, kann man beim
Laden von Dateien optional die Prfsumme korrigieren lassen.  Sollte die  Ana-
lyse Prfsummenfehler melden und das entsprechende Gert die Annahme der Daten
verweigern,  so ldt man die Datei nochmal und korrigiert die Prfsumme. Meist
sind es kleine Fehler, die einem den Spa an allen anderen Sounds oder sonsti-
gen Einstellungen nicht verderben sollten. Die in der Version 1.0 noch enthal-
tene berprfung bei Yamaha Gerten mute leider gestrichen werden,  da es der
Yamaha Europa GmbH,  genauer gesagt deren Info Center offenbar  nicht  mglich
war, Fragen zur Prfsumme der eigenen Gerte zu beantworten...

  Wenn Sie von einem MIDI-Gert zum ersten Mal Daten empfangen wollen,  ist es
am sichersten,  zunchst den Datenblock zweimal zu bertragen. Stimmen die je-
weiligen Angaben nach erfolgter Analyse  berein,  so  mte  die  bertragung
funktioniert haben. Nicht irritieren lassen darf man sich von unerwarteten Be-
fehlen.  Der gute alte DX-7 sendet beispielsweise mit seinen  Klangdaten  noch
den Controller Befehl "Data Increment".  Dieser stammt vom Drcken der  "Yes"-
Taste,  welche die bertragung auslst. Bleibt zu sagen, da whrend der Test-
phase mit dem fertigen Programm an keinem der getesteten Gerte  bertragungs-
probleme auftraten.

3.4 Monitor
-----------

3.4.1 Dump Monitor  ^M
......................

  Die Programmfunktion Dump Monitor stellt die Datenbytes des Arbeitsspeichers
auf dem Bildschirm dar.  Unter dem Programmpunkt befindet sich  zunchst  eine
graphische Bedienoberflche, die einige Voreinstellungen zult. 

 - Die Darstellung der Bytes kann wahlweise hexadezimal oder dezimal erfolgen.
   Die Anzeige von Sys-Ex Daten erfolgt als  Block,  wobei  die  Blcke  fort-
   laufend numeriert werden. 

 - Wahlweise lt sich die Kommentierung der Daten ein- oder ausschalten.  Ist
   die Kommentierung aktiv,  so werden alle Bytes, die eine durch MIDI festge-
   legte Bedeutung haben, kommentiert. 

 - Sind mehrere Sys-Ex Datenblcke vorhanden,  so kann man  im  entsprechenden
   Feld den Wert des Datenblocks angeben,  von dem ab die Darstellung erfolgen
   soll.  Diese Funktion ermglicht also den Sprung an einen durch Eingabe  zu
   bestimmenden Sys-Ex Datenblock. Der mgliche Wertebereich ist links daneben
   angegeben.  Der Wert Null in diesem Feld besagt,  da die Daten im Arbeits-
   speicher von vorne gezeigt werden.  Stehen noch andere Daten vor dem ersten
   Sys-Ex Block, werden diese also nicht bersprungen. 

 - Eine Filter-Option ermglicht das Herausfiltern  bestimmter  Befehlsgruppen
   bei der Anzeige der Daten. 

  Mit der linken Maustaste kann man die Anzeige anhalten und wieder weiterlau-
fen lassen. Die rechte Maustaste oder das Erreichen des Datenendes beenden die
Darstellung.

  Weil manche MIDI-Befehle aus mehreren Bytes bestehen, sind die jeweils wich-
tigen Statusbytes bei der kommentierten Ausgabe zustzlich mit einem Pfeil ge-
kennzeichnet.  Dies ist ntzlich,  weil z.B.  einige Keyboards vom Note-On Be-
fehl,  der aus drei Bytes besteht,  nur einmal das Statusbyte senden und  dann
solange nur die beiden Datenbytes ausgeben,  bis ein  anderer  Befehl  beginnt
(Running Status).  Durch den Pfeil ist die relevante Zeile jedoch  sofort  er-
kennbar.

3.4.2 MIDI Monitor  ^V
......................

Die Funktion MIDI Monitor ist eine direkte Datenanzeige fr MIDI-Daten. Sobald
am MIDI-In des Atari Computers MIDI-Daten ankommen,  werden diese  direkt  auf
dem Bildschirm dargestellt.

  Die Darstellung der Bytes kann wahlweise hexadezimal oder dezimal  erfolgen.
Die Anzeige von Sys-Ex Daten erfolgt als Block.  Weil die MIDI-Daten erheblich
schneller ankommen,  als sie auf dem Bildschirm dargestellt werden knnen, ist
es bei sehr groen Datenmengen nicht vollstndig auszuschlieen,  da ein Teil
der Daten verloren geht.  Von der Konzeption her ist die Funktion Midi Monitor
aber ohnehin nur fr kleinere Datenmengen sinnvoll einsetzbar. Wollen Sie eine
grere Datenmenge betrachten,  so ist das Laden der Daten in den Arbeitsspei-
cher mittels Receive vorzuziehen,  da man alle Analysefunktionen zur Verfgung
hat, sich die Daten auch mehrmals ansehen und sogar speichern kann.

  Mit der linken Maustaste kann man die Anzeige anhalten und wieder weiterlau-
fen lassen. Die rechte Maustaste oder das Erreichen des Datenendes beenden die
Darstellung.

  Der Arbeitsspeicherinhalt von MIDIAN wird durch die Funktion natrlich nicht
berhrt,  und die darin befindlichen Daten bleiben erhalten.  Der MIDI-Monitor
ignoriert die System Realtime Befehle Active Sensing und Timing  Clock  (siehe
auch 3.3.1 Receive).

3.5 Drucken
-----------

  Alle  Menpunkte   beinhalten   eine   Druckerausgabe.   Damit   keine   An-
passungsprobleme mit Druckern auftreten,  werden  smtliche  Druckerdaten  und
Steueranweisungen im ASCII-Code ausgegeben.  Diesen Code sollten alle  handel-
sblichen Drucker - gleich welcher  Bauart  -  verarbeiten  knnen.  In  Ihren
Drucker legen Sie bitte DIN A4 Papier ein.  Zu Beginn des  Druckvorganges  mu
sich der Druckkopf an der normalen Startposition befinden und  sinnvollerweise
eine Schrift in Schreibmaschinenschriftgre gewhlt sein.  Die Anweisung  fr
den Seitenvorschub sendet MIDIAN nach jeweils 62 Zeilen.

  Die Bereitschaft des Druckers wird vor jeder Ausgabe einer  Zahl  abgefragt.
Ist der Drucker nicht empfangsbereit,  erfolgt nach wenigen Sekunden eine Mel-
dung durch das Programm.

  Die Mglichkeit,  die MIDI-Daten schriftlich festzuhalten ist z.B. dann  in-
teressant,  wenn man die Bedeutung bestimmter Datenbytes durch Vergleich  her-
ausbekommen mchte. Dazu druckt man zunchst die Daten aus, verndert am Gert
den entsprechenden Parameter,  bertrgt die Daten erneut und  druckt  wieder.
Durch Vergleich findet man nun recht schnell heraus, welches Byte sich vernd-
ert hat.  Dabei mu man allerdings beachten,  da Sys-Ex  Datenblcke  einiger
Hersteller kurz vor der Endmarkierung eine Prfsumme enthalten,  die sich  na-
trlich ebenfalls verndert.

3.5.1 Drucke Analyse  ^W
........................

 Diese  Programmfunktion entspricht der Funktion Analyse (3.3.5),  mit dem Un-
terschied, da die Ausgabe der Datenanalyse auf dem  Drucker und nicht auf dem
Monitor erfolgt.  Zustzlich  wird auf dem Seitenkopf angegeben,  welche Datei
analysiert wurde. Was die Einstellungen am Drucker betrifft, beachten Sie bit-
te den Punkt 3.5.

3.5.2 Drucke Dump Daten  ^F
...........................

 Diese Programmfunktion entspricht der Funktion Dump  Monitor (3.4.1)  mit dem
Unterschied, da die Ausgabe der  Daten auf Monitor  und Drucker  gleichzeitig
erfolgt.  Die  Funktionen  der beiden  Maustasten sind dabei gleich.  Weil die
Daten - je nach Puffergre des Druckers - meist schneller auf dem  Bildschirm
ausgegeben werden, entstehen bei der Bildschirmdarstellung Verzgerungen durch
das Warten  auf  erneute  Empfangsbereitschaft  des  Druckers.  Was  die  Ein-
stellungen am Drucker betrifft, beachten Sie bitte den Punkt 3.5.

3.5.3 Drucker als MIDI Monitor  ^H
..................................

 Diese Programmfunktion entspricht der Funktion MIDI Monitor (3.4.2), mit dem
Unterschied,  da die Ausgabe der Daten auf  Monitor und Drucker gleichzeitig
erfolgt.  Dabei sind alle Funktionen erhalten,  so da man mit den Maustasten
anhalten und abbrechen kann. Weil die Daten -je nach Puffergre des Druckers
- meist schneller auf dem  Bildschirm ausgegeben  werden, entstehen  bei  der
Bildschirmdarstellung Verzgerungen durch das Warten auf  erneute  Empfangsbe-
reitschaft des Druckers.

Was die Einstellungen am Drucker betrifft, beachten Sie bitte den Punkt 3.5.

3.6 MIDIAN
----------

3.6.1 Kurzanleitung  ^K
.......................

Die Funktion Kurzanleitung gibt auf dem Monitor eine kompakte  bersicht  ber
die Menpunkte des Programmes und liefert jeweils  eine  Kurzbeschreibung  der
Funktionen.

3.6.2 Programminfo  ^I
......................

Die Funktion Programminfo gibt auf dem Monitor ein  paar  kurze  Informationen
zum Postcardware-Status von MIDIAN aus.

3.6.3 Active/Clock  ^C
......................

 Weil sowohl der Active Sensing als auch der Timing Clock Befehl bei allen an-
deren MIDIAN Operationen nicht bercksichtigt werden, kann man mit dieser Pro-
grammfunktion feststellen, ob derlei Befehle am MIDI-In des Atari anliegen.

3.6.4 Notepad  ^N
.................

Im Notepad knnen Sie kurze Eintragungen - z.B.  zu den Daten im  Arbeitsspei-
cher - machen.  Der Inhalt des Notepads wird,  sofern vorhanden,  beim Abspei-
chern im MIDIAN Format mitgespeichert.  Beim Einladen einer solchen Datei wird
die Eintragung wieder ins Notepad geladen.  Das Notepad stellt fnf Zeilen zur
Verfgung. Mit den Pfeiltasten kann man den Cursor im Notepad steuern. Lschen
ist mit Escape,  Delete und Backspace mglich.  Verlassen kann man das Notepad
durch einen Mausklick auf die Exit Taste.

  Der Inhalt des Notepads wird auch in exportierte Avalon Sample Dateien  wei-
tergegeben, bzw. beim Importieren derartiger Dateien bernommen.


4 MIDIAN goes Multitasking
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Multitasking ist das Zauberwort,  da nach dem  Auftauchen  in  der  MIDI-Welt
schnell die Runde machte.  "Task" kann man ins Deutsche mit "Aufgabe" berset-
zen.  Konsequent wre Multitasking also eine "Mehrfachaufgabe", was der Bedeu-
tung auch recht nahe kommt.

  Von Multitasking spricht man im Computerbereich, wenn zwei oder mehrere Pro-
gramme gleichzeitig in einem Computer  nebeneinander  ablaufen.  Zwischen  den
Programmen kann man dann einfach umschalten.  Das bietet den  groen  Vorteil,
da man nicht erst ein Programm  verlassen mu um ein anderes - nach  Ladezeit
versteht sich - benutzen zu knnen,  sondern man kann auf  Knopfdruck das Pro-
gramm sofort wechseln. Der Haken an der Sache ist natrlich der hohe Speicher-
bedarf,  da sich alle Programme gleichzeitig im Speicher befinden. Die auf dem
MIDI-Markt bisher am meisten verbreiteten (Quasi Multitasking-) Systeme  M-ROS
und Softlink (leider konnte man sich mal wieder nicht  auf  ein  einheitliches
System einigen) sollen hier nher betrachtet werden, denn MIDIAN ist multitas-
kingfhig. Die genaue Bedienung der Programme entnehmen Sie bitte Ihrer Bedie-
nungsanleitung. 

  Bei beiden Systemen mu der RAM-Speicher Ihres Computers in Bereiche (Parti-
tionen) aufgeteilt werden,  indem man den bentigten Speicherplatz fr die je-
weiligen Programme schon vor Programmaufruf reserviert.  Das ist nicht leicht,
zumal die Anzahl der residenten Auto und Accessory Programme  den  Speicherbe-
darf mitbestimmt.  Bevor man nun MIDIAN immer wieder starten mu,  bis endlich
die richtige Speichergre getroffen wurde,  stellt MIDIAN eine Hilfe zur Ver-
fgung. Ist der Speicherplatz fr MIDIAN nicht ausreichend, um auch nur in der
Minimalkonfiguration von 64 000 Bytes Arbeitsspeicher  anzulaufen,  so  meldet
sich MIDIAN mit einer Box.  In dieser Box steht nicht nur,  da der  Speicher-
platz nicht ausreicht (haben wir uns ja dann auch fast schon  gedacht...),  es
wird in kByte genau der fehlende Speicherplatz fr einen Programmstart mit Mi-
nimalkonfiguration angegeben.  Sie mssen nun nur  mindestens  die  angegebene
Zahl zur bisherigen Reservierung addieren,  so da die Probierprozedur auf ma-
ximal zweimal Starten begrenzt ist.

  Unter anderen Multitaskingsystemen ist MIDIAN dank  der  fensterorientierten
Ausgabe ebenfalls lauffhig,  jedoch zeigt sich hier eine Schwche des GFA Ba-
sic 3.5 hinsichtlich des Speicherplatzes.  Gierig rafft das  Programm  nmlich
smtlichen Speicher an sich und lt fr weitere Programme nichts brig.  Weil
dieses Manko aber auch den Programmierern  der  Multitaskingprogramme  bekannt
ist, gibt es im Lieferumfang dieser Programme meist ein kleines Hilfsprogramm,
was dann hnlich wie bei M-ROS und Softlink MIDIAN eine feste  Partitionsgre
zugesteht;  oder - simpler,  billiger und deshalb genialer Trick - man startet
MIDIAN als letztes Programm,  so da sich das Programm nur noch den  Rest  des
Speicherplatzes unter den Nagel reien kann.


5 Zum Schlu
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Nun,  nach wenigen Monaten kommt die Version 1.01 in die  ffentlichkeit,  die
keine berragenden Neuerungen enthlt sondern mehr oder  weniger  nur  leichte
Korrekturen und Verbesserungen gegenber der ursprnglichen Version 1. Wich-
tigste nderung fr Sie als Anwender ist neben  der  Tasache,  da  diese  An-
leitung nun als ASCII Text beiliegt sicherlich,  da MIDIAN von nun  an  Post-
cardware ist.  Daher mge doch jeder,  der dieses Programm regelmig  benutzt
mal eine Ansichtskarte seiner Heimatstadt losschicken (zur  Not  tut  es  auch
eine normale Postkarte).

  Die zweite Neuerung erfahren Sie,  falls Sie hier  gerade  einen  englischen
Text lesen,  denn mit dieser Version ist nun auch eine englische  Programmver-
sion erhltlich.  Zu verdanken ist  diese  Tatsache  der  Bereitschaft  meines
Freundes Ewan Whyte sich die Mhe zu machen,  den ganzen Text  zu  bersetzen.
Deshalb mchte ich die Gelegenheit wahrnehmen fr ihn die Werbetrommel zu rh-
ren,  denn er ist professioneller bersetzer fr Texte von Deutsch in Englisch
und besitzt im Gegensatz zu vielen Kollegen Kenntnisse auf technischem Gebiet!
Wer also etwas zu bersetzen hat wende sich an die folgende Adresse:

                             Ewan Whyte
                             43 Woodland Avenue
                             Coventry CV5 6DD
                             England

Ach ja, ber Postkarten wrde er sich bestimmt auch freuen...

  MIDIAN - das ist nicht das wahnsinnig neue Programm,  und viele  Dinge  sind
wohl auch in hnlicher Form in diversen anderen Programmen - wenn  auch  nicht
unbedingt zusammenhngend - vorhanden.  Es ist einfach ein Konzept,  mglichst
viele ntzliche Features in das Programm zu packen,  die es zu einem  Werkzeug
gemacht haben, das ein schnelles und effektives Arbeiten mit MIDI Daten ermg-
licht.  Unerllich fr die Weiterentwicklung von MIDIAN sind Reaktionen, Kom-
mentare und Requests von Ihrer Seite.  Schicken Sie mir  mglichst  viele  Re-
quests fr Ihre Gerte und einiges aus der Rubrik "Was ich schon immer an  ei-
nem MIDI-Programm vermisse".  Und wenn Sie mir dann noch sagen,  da Sie  seit
MIDIAN weniger Zeit mit der Datenverwaltung verbringen und wieder mehr mit der
Musik beschftigt sind,  so ist eines meiner Hauptziele beim Schreiben  dieses
Programmes erreicht.

