Frank Naumann <fnaumann@cs.uni-magdeburg.de>                        1999-11-16
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FreeMiNT Tuning Guide
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Hier ein paar Tips wie man eine bessere Systemperformance erreichen kann.


Allgemein
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Auf schnellen Rechnern (030 mit 50MHZ, 040, 060) sollte man den Wert von
Slices auf 1 oder maximal 2 setzen (siehe Konfiguration). Dadurch erreicht
man eine bessere Anwortzeit auch bei hoher Systemlast.


Filesystem I/O
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Dies ist mit eines der wichtigsten Performancemerkmale eines Systems.
Benchmarkprogramme wie bspw. GEMBENCH bercksichtigen dies in keinster Weise.

Ab FreeMiNT 1.15 gibt es einige Auswahl bezglich des Filesystems.

Zum einen kann man das altbekannte TOS Filesystem des originalen
GEMDOS benutzen (im folgenden kurz TOSFS).

Weiterhin hat FreeMiNT 1.15 ein eigenes natives FAT Filesystem
fest eingebaut (im folgenden kurz NEWFATFS).

Und dann gibt es noch das usserst leistungfhige Ext2 Filesystem, das etwas
ltere Minix Filesystem und ein dynamisches RAMDISK Filesystem;
jeweils als externe Treiber.

Die Filesysteme im einzelnen:
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Das TOSFS ist veraltet. Es is nur noch im Kernel aus Kompatibilittsgrnden.
Es wird empfohlen auf allen FAT Laufwerken das NEWFATFS zu aktivieren (siehe
dazu im Konfiguartions Readme). In Zukunft wird das TOSFS auch ganz
entfallen.

Das NEWFATFS besticht nicht nur durch eine sehr gute Performance sondern ist
auch auf dem neuesten Stand der Technik. Es kann unter anderem auch VFAT
und FAT32 Medien lesen und schreiben (Windows und DOS kompatibel). Es gibt
weiterhin keine Grenbeschrnkungen soweit es die Struktur von FAT zult.
Mit FAT32 sind problemlos Partitionsgren bis in den TerraByte Bereich
mglich.

Das schnellste unter FreeMiNT verfgbare Filesystem ist das Ext2 Filesystem.
Ext2 ist das native Filesystem das Linux verwendet und ist speziell auf
hohen Durchsatz und Effektivitt optimiert.
Die Partitionen knnen hierbei theorethisch auch mehrere TerraByte gro sein.

Weiterhin gibt es noch das Minix Filesystem. Dieses kommt ebenfalls aus dem
Unix Bereich und hat auch eine recht gute Performance. Allerdings ist es
inzwischen nicht mehr so aktuell und hat einige Einschrnkungen. Partitionen
knnen bspw. maximal nur 2 GB gro sein. Der Vorteil vom Minix Filesystem ist
das es unter FreeMiNT ber Jahre hinweg erprobt ist.

Der Filesystemcache:
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Die drei eben vorgestellten Filesysteme fr FreeMiNT (das NEWFATFS, MinixFS
und Ext2FS) benutzen alle zusammen einen globalen Filesystemcache der in
FreeMiNT ab 1.15 integriert ist.

Die Vorteile dieses Designs liegen klar auf der Hand. Die Filesysteme werden
kompakter da diese sich nicht mehr selbst eine Cache Verwaltung beinhalten
mssen. Weiterhin nutzt man wesentlich effizienter den zur Verfgung
gestellten Cache aus. Je nachdem wo gerade die meiste Filesystemaktivitt
herrscht kann der gesamte Cache diese Operationen beschleunigen.

Es ist dringend zu empfehlen den Cache zu vergrern. Die ist problemlos ber
die MiNT.CNF mglich (siehe Konfiguration).
Der Default Cache betrgt nur 100 kb. Je nach RAM Ausstattung des Rechners
sind als Werte 10%-20% vom verfgbaren Hauptspeicher zu empfehlen. Ab 5 MB
Cache wird man aber wohl keine umwerfenden Geschwindigkeitsgewinne mehr
feststellen knnen.

Falls GEMDOS Caches ber den Festplattentreiber eingerichtet sind, so sind
diese fr die drei genannten alternativen Filesysteme total irrelevant und
reine Speicherverschwendung. Kann man also getrost auf das Minimum
verkleinern.


Device I/O
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Um das drucken zu beschleunigen sollte man sich den Interruptgesteuerten
Druckertreiber lpdev.xdd installieren (in den MiNT Ordner kopieren).
Smtliche Druckausgaben sollte man dann ber /dev/lp (U:\dev\lp)
abwickeln.

